Leader Rapid ist auch die Nummer 1 in Wien! Die Hütteldorfer setzten sich am Sonntag in der elften Bundesliga-Runde auswärts bei der Austria mit 2:0 durch, behaupteten damit die Tabellenführung. Dabei hatten die Grün-Weißen vor allem in der ersten Halbzeit große Probleme mit dem Erzrivalen.
"Es war ein harter Kampf", atmete Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup nach dem Schlusspfiff auf. "Respekt an die Austria. Sie haben uns wirklich unter Druck gesetzt." Seine Mannschaft habe über weite Strecken vor allem den eigenen Strafraum verteidigen müssen.
Dass Rapid trotz der violetten Überlegenheit ohne Gegentor blieb, sieht der Däne als Beleg für die Entwicklung seiner Mannschaft. "Wir wollen nicht tief verteidigen. Aber die Burschen haben gezeigt, dass sie es können, wenn sie müssen."
Hoff Thorup ist überzeugt: "Cvetkovic hat es gut gesagt: Vergangene Saison hätten wir dieses Spiel verloren. Ganz sicher."
Tatsächlich hatte Rapid-Abwehrchef Nenad Cvetkovic nach dem Schlusspfiff dieselbe Erkenntnis. "So spielen, ist eigentlich nicht unser Stil. Aber gut zu wissen, dass wir auch so Spiele gewinnen können. Letztes Jahr hätten wir es vermutlich nicht geschafft."
Für den Serben sind gerade solche Arbeitssiege der Schlüssel zum Erfolg: "Es war ein hartes Spiel. Aber genau solche Spiele muss man gewinnen, um top zu sein." Hoff Thorup sieht vor allem den Zusammenhalt als entscheidenden Faktor: "Jetzt kämpft jeder für den anderen. Und wir brauchen nicht so viele Chancen."
Den Unterschied machte Yusuf Demir (60.), der nach einem Foul von Aleks Dragovic an Ercan Kara vom Elfmeterpunkt zur Führung traf. "Beim Elfmeter habe ich per Instinkt gehandelt", erklärte der Torschütze. Ein spätes Eigentor von Tae-Seok Lee (82.) besiegelte den Derby-Triumph.
Auch ohne die ausgesperrten Rapid-Fans im Gästesektor war die Freude riesig. "Heute hat nur eines gezählt: Der Sieg", stellte Hoff Thorup klar und verriet über die Feierlichkeiten seiner Mannschaft: "In der Kabine geht es natürlich rund."