Nur sieben Punkte aus neun Bundesliga-Runden, sechs Niederlagen und auf dem ernüchternden zehnten Tabellenplatz – die Veilchen laufen in der aktuellen Bundesliga-Saison ihren viel höher gesteckten Ansprüchen nur hinterher. Das Minimalziel sind die Top Sechs, die sind aber vier Zähler entfernt – durchaus aufholbar, allerdings überzeugten die Wiener zuletzt auch spielerisch überhaupt nicht mehr, boten Schonkost. Eine Schonfrist erhielt derweil Trainer Stephan Helm. Noch.
Die sportliche Krise der Wiener schmerzt auch "Sky"-Experte Marko Stankovic, der mit den Wienern noch Meister geworden war und sogar in der Champions League spielte. Das ist 13 Jahre her, die Realität sieht anders aus. "Genau darum geht es: Das ist der Anspruch, aber das kann die Austria mit diesen finanziellen Mitteln, mit dieser Mannschaft nicht erreichen", fand der ehemalige Mittelfeldspieler vor dem Keller-Duell gegen den Liga-Elften Altach durchaus kritische Worte.
"Da sind Spieler in der Mannschaft, die wären bei uns damals sicher nicht im Kader gewesen", zweifelte Stankovic die Qualität des Austria-Teams an. Das sei "nicht gegen die Spieler geschossen", ergänzte der Steirer. Er wollte vielmehr "das große Ganze" in den Vordergrund rücken. "Man erwartet, dass sie große Erfolge haben. Aber es sind die Mittel nicht vorhanden, dass du eine gute Mannschaft machst", kritisierte Stankovic.
"Da ist Sahin-Radlinger, Handl, Ranftl, Fischer – die sind alle nicht mehr in einem Alter, in dem sie sich weiterentwickeln. Das sind Spieler, die sind richtig gut, sollen das Ganze führen. Aber die werden nicht mehr besser. Die werden nur erfahrener. Die sind aber nur dann richtig gut, wenn sie am Peak performen", analysierte Stankovic.
"Und der Rest, der dazugekommen ist: Das ist nicht das Niveau, das man sich bei der Austria wünscht", meinte Stankovic dann, sprach davon, dass "Anspruch und Realität richtig weit auseinander liegen" würden.
Klar ist: Es müssen schnellstmöglich Punkte her.