Nächster Rückschlag für die Wiener Austria! Die Veilchen mussten sich am Dienstagabend im Achtelfinale des ÖFB-Cups Hartberg nach einem 1:1 nach Verlängerung im Elfmeterschießen geschlagen geben. Auch beim Debüt von Interimstrainer Maximilian Uhlig blieb die erhoffte Trendwende damit aus. Dabei hatte Johannes Eggestein die Wiener in der 26. Minute in Führung gebracht, Oliver Lukic gelang jedoch noch vor der Pause der Ausgleich (42.).
Die Austria zeigte sich unter Uhlig, der nach der Trennung von Stephan Helm auf eine Viererkette umstellte, zunächst deutlich verbessert. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie allerdings, in der Verlängerung vergab Kelvin Boateng die große Chance auf den Sieg. Im Elfmeterschießen wurde schließlich Hartberg-Goalie Luka Maric mit einer Parade gegen Valentino Müller zum Matchwinner. Für die kriselnden Veilchen ist das Cup-Aus der nächste bittere Rückschlag vor dem großen Wiener Derby gegen Tabellenführer Rapid am Sonntag.
"Wir haben über 120 Minuten ein sehr gutes Spiel gespielt, waren sehr dominant und haben uns klare Torchancen herausgespielt. Wir waren die bessere Mannschaft. Im Elfmeterschießen ist es dann immer so eine Sache, da kommt dann auch Glück dazu", gab sich Austrias Stürmer Johannes Eggestein nach dem Spiel gefasst. Man habe jedenfalls "einen Schritt" gemacht, so der Deutsche.
Der ein wenig auf die Trennung von Ex-Coach Helm zurückblickte, von "turbulenten Tagen" sprach. "Max hat die Mannschaft gut eingestellt, uns einen klaren Plan mit auf den Weg gegeben. Von der spielerischen Leistung her ziehe ich ein positives Fazit", so Eggestein weiter. "Max hat uns auf einen neuen Weg gebracht. Da war viel Gutes dabei", meinte der Stürmer. Es würde aber auch entscheidend sein, "dass man es richtig wollen muss, sich etwas erarbeiten muss", betonte der Knipser.
Nicht ganz so zufrieden war dann aber Austrias Interimscoach Uhlig selbst. "Wir sind enttäuscht, haben uns vorgenommen, eine Runde weiterzukommen. Wir haben die Energie nicht ganz halten können. Das 1:1 vor der Pause war schon ärgerlich, weil wir die bessere Mannschaft waren", meinte der 33-Jährige. "Dass es jetzt nicht einfacher wird, ist jedem bewusst. Die Spieler wissen, was die Themen sind", so Uhlig. Man habe aber "gesehen, dass sie es können".