"Der Wind bläst Zettel davon"

Auto steht seit einem Jahr – 10.000 Euro Strafe

Seit einem Jahr steht ein Auto auf einem Kundenparkplatz in Klagenfurt. Mehr als 10.000 Euro Strafe sind offen. Jetzt droht dem Besitzer sogar Haft.
15.10.2026, 07:57
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Ein Parkplatz mitten in Klagenfurt sorgt seit einem Jahr für gewaltigen Ärger. Vor einem Geschäft am Viktringer Ring steht ein Auto mit rumänischem Kennzeichen, das offenbar niemand mehr abholen will. Während sich die Strafzettel häufen, wächst die offene Summe auf mehr als 10.000 Euro. Nun soll der Wagen endlich verschwinden.

Drei Männer stellten Auto ab und verschwanden

Für Walter Drobesch, Inhaber eines Druck- und Designgeschäfts am Viktringer Ring, ist der abgestellte Pkw längst zum Dauerärgernis geworden. Der Wagen blockiert seit dem Vorjahr einen Parkplatz, der eigentlich seinen Kunden zur Verfügung stehen sollte.

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"Drei Rumänen haben das Auto hier abgestellt. Sie sind nie zurückgekommen", erzählt Drobesch gegenüber der "Kronen Zeitung". Seitdem hat sich an der Situation nichts geändert. Der Wagen steht weiterhin an derselben Stelle, obwohl er sich in einer Kurzparkzone befindet.

Strafzettel werden vom Wind verweht

Die Behörden haben das Fahrzeug bereits mehrfach beanstandet. Zahlreiche Strafzettel wurden hinter den Scheibenwischern hinterlassen.

Eine Wirkung hatten die Strafen bisher allerdings nicht. "Der Wind bläst sie regelmäßig davon", schildert der Geschäftsinhaber der "Krone".

Inzwischen haben sich offene Strafgebühren von weit mehr als 10.000 Euro angesammelt.

Bürgermeister kündigt Abschleppen an

Jetzt könnte der jahrelange Ärger ein Ende finden. Wie Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider erklärt, wurde dem Fahrzeug vor zwei Tagen die Zulassung entzogen.

Damit ist laut Scheider nun auch die Voraussetzung geschaffen, den Pkw entfernen zu lassen. Zuständig für den Fall ist das Strafamt der Stadt Klagenfurt und nicht die Landespolizei.

"In den nächsten Tagen wird der Wagen abgeschleppt", kündigt der Bürgermeister in der "Kronen Zeitung" an. Für Drobesch wäre das nach einem Jahr die erhoffte Lösung.

Kosten steigen auch nach dem Abschleppen

Mit dem Entfernen des Fahrzeugs ist die Angelegenheit für den Besitzer allerdings noch nicht erledigt.

Zu den bereits aufgelaufenen Strafen kommen die Gebühren für das Abschleppen und die anschließende Verwahrung hinzu.

"Jeder Tag, an dem man ein Auto beim Abschleppdienst nicht abholt, kostet zwischen 30 und 40 Euro – oder mehr", erklärt Drobesch der "Krone".

Bleibt der Wagen auch dort stehen, könnte die offene Summe also weiter steigen.

Besitzer droht sogar Haft

Das rumänische Kennzeichen ist den Behörden bekannt. Nun soll geklärt werden, ob die ausstehenden Strafen und die weiteren Kosten beim Fahrzeughalter eingetrieben werden können.

Sollte sich herausstellen, dass die Geldstrafen uneinbringlich sind, könnte eine Ersatzfreiheitsstrafe drohen.

Auch eine Versteigerung des Autos wird geprüft. Der Pkw soll noch einige Tausend Euro wert sein. "Ist die Strafe uneinbringlich, kann das Auto vielleicht versteigert werden", erklärt Scheider der Tageszeitung.

Sollte es dazu nicht kommen, könnte das Fahrzeug beim Abschleppdienst bleiben.

Geschäftsinhaber hofft auf freien Parkplatz

Für Walter Drobesch steht vor allem eines im Vordergrund: Der seit einem Jahr blockierte Kundenparkplatz soll endlich wieder benutzbar werden.

Während für den Besitzer des Autos noch hohe Kosten und mögliche weitere Konsequenzen im Raum stehen, hofft der Klagenfurter Geschäftsinhaber, dass der angekündigte Abschlepptermin tatsächlich eingehalten wird.

wil, 15.10.2026, 07:57