Schock in Herzogenburg

Autozulieferer sperrt zu – Hunderte verlieren ihren Job

In Herzogenburg plant der Autozulieferer Nemak die Werksschließung im Jahr 2027. Derzeit sind dort noch 330 Mitarbeiter beschäftigt.
Niederösterreich Heute
22.04.2026, 13:35
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Schock für Herzogenburg: Der Autozulieferer Nemak will sein Werk in Niederösterreich schließen. Rund 330 Mitarbeiter stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Der mexikanische Konzern bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Demnach soll die Produktion am Standort Herzogenburg bis Ende des ersten Quartals 2027 eingestellt werden.

Schwache Auslastung als Grund

Als Begründung nennt das Unternehmen die schwierige Marktlage: "Angesichts der jüngsten Marktentwicklungen und anhaltend niedriger Produktionsvolumina haben sich die Aussichten für den Betrieb in Herzogenburg verschlechtert", teilte Nemak mit.

Die verbleibende Produktion soll schrittweise in andere Werke des Konzerns verlagert werden. Dies geschehe "in enger Abstimmung" mit den Kunden.

Unterstützung für Mitarbeiter zugesichert

Für die Belegschaft kündigte das Unternehmen Unterstützung an. Man wolle "alle betroffenen Mitarbeitenden bestmöglich unterstützen" und arbeite dabei eng mit Arbeitnehmervertretungen und Behörden zusammen.

Nemak produziert Aluminiumteile für die Autoindustrie. Erst heuer hatte der Konzern das Werk von GF Casting Solutions übernommen und ist laut Wirtschaftscompass Alleingesellschafter der Betreibergesellschaft.

Bürgermeister spricht von "herbem Schlag"

In der Stadt sorgt die Ankündigung für große Sorgen. Bürgermeister Christoph Artner (SPÖ) bezeichnete die Schließung als "herben Schlag" für Herzogenburg.

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Neben den 330 Beschäftigten, die nun mit Unsicherheit und Existenzängsten konfrontiert seien, drohen auch wirtschaftliche Folgen für die Region. So warnte Artner vor sinkender Kaufkraft und deutlich geringeren Einnahmen aus der Kommunalsteuer.

"Trifft uns in einer harten Zeit"

"Das trifft uns in einer Zeit, in der die Gemeinden ohnehin vor großen finanziellen Herausforderungen stehen", so der Stadtchef gegenüber der "NÖN".

Die Gemeinde wolle nun gemeinsam mit allen Beteiligten nach Lösungen suchen – einfach werde die Situation aber nicht.

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