Herzinfarkt im Hallenbad

Schüler aus Scheibbs retten 89-Jähriger das Leben

Während ihrer Wintersportwoche bemerkten Schüler im Hallenbad, wie eine 89-Jährige drohte, im Wasser unterzugehen. Sie reagierten sofort.
Victoria Carina  Frühwirth
22.04.2026, 05:31
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Schreckmoment bei der Wintersportwoche des Caritas Bildungszentrums: Im Hallenbad Zell am See (Salzburg) erlitt eine 89-jährige Frau im März einen Herzinfarkt und drohte, im Schwimmbad unterzugehen.

Schüler handelten geistesgegenwärtig

Mehrere Schüler des Caritas Bildungszentrums für Gesundheits- und Sozialberufe (BiG Gaming, Bezirk Scheibbs) bemerkten die dramatische Situation sofort. "Zwei unserer Schüler haben gesehen, dass die Frau reglos im Wasser trieb, und alarmierten umgehend weitere Mitschüler", schildert Direktorin Barbara Heigl gegenüber den "Niederösterreichischen Nachrichten". Gemeinsam zogen sie die Pensionistin aus dem Becken und begannen ohne Zögern mit den lebensrettenden Maßnahmen.

Die Schüler der zweiten Klassen der Höheren Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung sowie der Fachschule für Sozialberufe bewiesen dabei starke Nerven. Sie reanimierten die Frau, beatmeten sie und legten die Defi-Pads an, bis die Rettungskräfte übernahmen. Währenddessen kümmerten sich andere Schüler um die Badegäste – vor allem um ängstliche Kinder, die den Notfall miterlebt hatten.

Frau erholt sich von Notfall

Die 89-jährige Stefanie Sch. wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen und musste operiert werden. Inzwischen ist sie auf dem Weg der Besserung. Klassenvorstand Harald Bogenreiter zeigt sich stolz über seine Schüler: "Ihr rasches und kompetentes Handeln hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Frau Sch. überlebt hat."

Die bewegende Rettung ging auch der Familie der Seniorin nahe. Schon vor Ostern schickten die Schüler der Patientin eine selbst gestaltete Karte und Klassenfotos. Mit Kugelschreiber schrieben die Jugendlichen: "Die Momente, in denen wir helfen konnten, bedeuten uns viel. Wir sind dankbar, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Dieser Moment bleibt ganz sicher ein Meilenstein in unserer Ausbildung."

Der Sohn der 89-Jährigen, Arthur Sch. bedankte sich später gemeinsam mit seiner Mutter in einem Videotelefonat persönlich bei den Jugendlichen und dem Lehrpersonal. "Als ich die Karte geöffnet habe, war ich zu Tränen gerührt. Diese tollen Schüler*innen haben meiner Mutter das Leben gerettet. Dieser Brief hat ihr wieder neuen Lebenswillen gegeben", sagte er.

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Dank von der Caritas

Auch in der Schule ist der Stolz riesig. "Die Leistung der Schüler*innen geht weit über das übliche Maß hinaus. Das zeigt einmal mehr die Qualität unserer Ausbildungen in der Pflege und Sozialbetreuung", so Direktorin Barbara Heigl.

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Persönlich vorbeigekommen sind Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger und Helmuth Sturm, Leiter der Abteilung Schulen und Kindergärten des Landes Niederösterreich. Sie dankten den beteiligten Schülern vor Ort und brachten als Anerkennung T-Shirts mit der Aufschrift "Herzensmensch" mit in die Schule.

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