Nach der Pleite des Autozulieferers Eitek in Ebergassing (Bruck an der Leitha, NÖ) wächst in der Region die Sorge um die Folgen. 319 Beschäftigte sind von der Insolvenz des Produzenten von Pkw-Inneneinricnhtung betroffen, dazu kommen massive Unsicherheiten für die Standortgemeinde selbst.
Im Verfahren haben zuletzt 670 Gläubiger Forderungen von insgesamt rund 24,1 Millionen Euro angemeldet ("Heute" berichtete). Eine weitere entscheidende Tagsatzung ist für den 22. April 2026 angesetzt.
Besonders deutlich wird die Lage in Ebergassing selbst. Bürgermeister Roman Stachelberger (SP) spricht mit "Heute" über die belastende Situation für Arbeitnehmer und Gemeinde: "Für die Belegschaft ist diese Nachricht sicher nicht sehr erfreulich gewesen. Das sind Alleinstehende, Familienväter und Mütter. Es sind Menschen quer durch den Gemüsegarten betroffen, vom Lehrling bis zum Mitarbeiter, der kurz vor der Pension steht."
Der Ortschef verweist damit auf die menschliche Dimension der Insolvenz. Denn hinter der Zahl von 319 Betroffenen stehen Existenzen, Familien und langjährige Mitarbeiter, die nun um ihre persönliche Zukunft bangen müssen. Bereits im Jänner war über die Eitek GmbH am Landesgericht Korneuburg ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet worden.
Doch nicht nur die Beschäftigten trifft der Fall hart. Auch auf die Gemeinde könnten spürbare finanzielle Folgen zukommen. "Auch für unsere Gemeinde ist die Firmenpleite nicht lustig. Wenn das Unternehmen zusperren sollte, fällt uns auch die Kommunalsteuer weg. Ohne die müssen wir in der Gemeinde ordentlich einsparen", so Stachelberger.
Damit steht in Ebergassing nun doppelt viel auf dem Spiel: einerseits die Zukunft von Hunderten Jobs, andererseits wichtige Einnahmen für die Kommune. Der Sanierungsplan der Schuldnerin wurde bei der Abstimmung am 15. April zunächst nicht angenommen, eine neuerliche Entscheidung der Gläubiger soll nun am 22. April fallen.