Schlimmer Betrug in NÖ: Der Täter nutzte wohl Insider-Wissen – er wusste, dass es bei bestimmten Gemeindeämtern noch unbezahlte Rechnungen gab – und erbeutete damit eine große Summe. Der Ganove fälschte zwei Geldforderungen und schickte sie an die betreffenden Gemeinden. Diese überwiesen prompt das Geld. Seit November – damals fand die Abzocke statt – wurde gegen vorerst unbekannte Täter wegen des Verdachts des schweren Betrugs ermittelt.
Laut Polizei sollen die Täter öffentliche Einrichtungen in Purkersdorf und Gablitz hinters Licht geführt haben. Die Schreiben wirkten offenbar täuschend echt. Die Geschädigten überwiesen jeweils Geldbeträge im mittleren fünfstelligen Eurobereich.
Woher die Täter wussten, dass die Rechnungen tatsächlich ausstanden, ist nicht bekannt. Nach umfangreichen Ermittlungen konnten die Kriminalisten nun einen 53-jährigen Mann aus Vorarlberg als Beschuldigten ausforschen. Der Mann zeigte sich zum Vorwurf des schweren Betrugs nicht geständig.
Die Ermittler legten den Fall der Staatsanwaltschaft St. Pölten vor. Gegen den 53-Jährigen wurde Anzeige erstattet.