Eine herabfallende Avocado hat in Argentinien ein Baby das Leben gekostet. Der erst zwölf Tage alte Lucas wurde vor einem Kindergarten von der Frucht am Kopf getroffen. Drei Tage später starb der Bub an seinen schweren Verletzungen.
Der tragische Vorfall ereignete sich vergangenen Donnerstag in Quilmes, nahe der Hauptstadt Buenos Aires. Giuliana Gómez wollte gerade ihren fünfjährigen Sohn in den Kindergarten bringen. Ihren jüngsten Sohn Lucas hielt sie dabei auf dem Arm. Während andere Mütter das Neugeborene betrachteten, spürte Gómez plötzlich einen Schlag gegen ihren Arm. Kurz darauf begann ihr Baby heftig zu weinen.
Eine Avocado war von einem Baum gefallen und hatte den Säugling direkt am Kopf getroffen.
Lucas wurde ins Krankenhaus gebracht und drei Stunden lang operiert. Doch die Ärzte konnten sein Leben nicht retten. Der Bub hatte Schädelbrüche und Hirnblutungen erlitten. Am 25. Oktober, drei Tage nach dem Unglück, starb er.
Die Mutter erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung. Laut dem Nachrichtenportal A24 hatte es bereits mehrfach Beschwerden über herabfallende Avocados vor dem Kindergarten gegeben. Maßnahmen seien allerdings ausgeblieben.
"Hätte man unsere Beschwerden ernst genommen, müssten wir heute nicht um diesen Verlust trauern", kritisiert Gómez. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung.