Eine Umfrage des IFDD-Instituts (1.000 Befragte, +/-3,1 Prozent) für das Stadtfernsehen W24 gibt im Rathaus seit Dienstag Anlass zur Sorge. Die SPÖ liegt in der Befragung zwar mit 35 Prozent noch immer auf Platz eins, doch die FPÖ holt auf und kommt schon auf 26 Prozent – wir berichteten.
Der Abstand zur Bürgermeister-Partei beträgt nur noch neun Prozentpunkte. Die Neos rasseln von 10 auf 7 Prozent hinunter. Die Stadtregierung von SPÖ und Neos würde derzeit somit nur noch auf 42 Prozent kommen und hätte keine Mehrheit mehr im Wiener Gemeinderat.
Laut Umfrage verliert auch die ÖVP und würde nur auf 7 Prozent kommen. Die Grünen gewinnen, liegen bei 19 Prozent. Bei einer Bürgermeister-Direktwahl würde Ludwig mit 44 Prozent klar gewinnen. Natürlich würde die Lage mit einem Wahlkampf wohl etwas anders aussehen, der nächste Urnengang steht erst 2030 am Programm.
Wie sind die doch sehr deutlichen Umwälzungen innerhalb der Parteienlandschaft in Wien zu erklären? "Der deutliche Gegenwind aus dem Bund zieht allerdings auch eine starke Landespartei wie die SPÖ Wien nach unten", kommentierte bereits Meinungsforscher Christoph Haselmayer für W24.
Die FPÖ verspüre hingegen Rückenwind aus dem Bund. Vor diesem Hintergrund wird es spannend zu sehen, wie sich Bürgermeister Ludwig – amtierenden Vorsitzenden gegenüber normalerweise stets loyal – in der aktuellen Vorsitzdebatte der SPÖ positioniert.