Nach der Entführung eines Neugeborenen aus einem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen (D) ist gegen die mutmaßliche Täterin eine einstweilige Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung angeordnet worden. Das entschied das Amtsgericht Hagen auf Antrag der Staatsanwaltschaft.
Die 18-Jährige steht im Verdacht, am Samstag ein erst sieben Tage altes Baby aus dem Klinikum in Lüdenscheid mitgenommen zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen soll sie sich dafür als Krankenhausmitarbeiterin ausgegeben und einen hellblauen Kittel getragen haben.
Den Ermittlern zufolge brachte die Frau den Säugling aus dem Zimmer der Mutter. Knapp eine Stunde später entdeckten Zeugen das Baby in einem Parkhaus. Kurz darauf meldete das Krankenhaus das Neugeborene als vermisst.
Ein Rettungswagen brachte den Buben zurück in die Klinik. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wurde das Kind untersucht und war unverletzt.
Im Zuge der Ermittlungen stießen die Behörden auf Videoaufnahmen, die die junge Frau in der Nähe des Fundortes zeigen sollen.
Die polizeibekannte 18-Jährige wurde am Sonntag nach mehreren Hinweisen festgenommen. Beamte durchsuchten anschließend ihre Wohnung. Gegen die Frau wird nun wegen des Verdachts der Kindesentziehung und des Menschenraubs ermittelt.