Unreine Haut am Rücken betrifft nicht nur Jugendliche. Die sogenannte Backne - ein Kunstwort aus Back und Acne - kann in jedem Alter und bei jedem Geschlecht auftreten. Besonders ärgerlich: Die Pickel sitzen an einer Stelle, die man selbst kaum erreicht.
Die Ursachen sind vielfältig. Hormonelle Einflüsse spielen eine zentrale Rolle. Ein Überschuss an Androgenen, also männlichen Geschlechtshormonen, die bei beiden Geschlechtern vorkommen, regt die Talgdrüsen an und fördert entzündliche Hautveränderungen. Auch die Ernährung wird als Einflussfaktor diskutiert: Zucker, Weißmehlprodukte und Milch stehen im Verdacht, Entzündungen zu begünstigen.
Wie chip.de berichtet, können auch eng anliegende Kleidung aus Synthetik sowie Stress die Rückenakne verschlimmern. Das Stresshormon Cortisol regt die Talgdrüsen zusätzlich an, was die Entstehung von Pickeln fördert.
Erstens: Pickel niemals ausdrücken. So verlockend es sein mag - das Quetschen kann die Entzündung verschlimmern, Bakterien tiefer in die Haut drücken und das Risiko für Narben erhöhen. Hautärzte raten dringend davon ab.
Zweitens: Bei der Reinigung auf ölfreie, nicht-komedogene Duschgele setzen, die die Poren nicht zusätzlich verstopfen. Nach dem Sport sollte man zeitnah duschen und verschwitzte Kleidung gegen frische, atmungsaktive Textilien tauschen.
Drittens: Bettwäsche und Handtücher regelmäßig wechseln - idealerweise einmal pro Woche. So lässt sich die Vermehrung von Bakterien reduzieren, die Entzündungen begünstigen.
Viertens: Produkte mit Benzoylperoxid können helfen, Bakterien zu reduzieren. Das Präparat sollte etwa fünf Minuten einwirken und dann gründlich abgespült werden. Ergänzend kann ein sanftes Körperpeeling mit Salicylsäure ein- bis zweimal pro Woche sinnvoll sein.
Wenn die Hautveränderungen stark ausgeprägt sind oder sich trotz guter Pflege nicht bessern, ist ein Besuch beim Hautarzt ratsam. Dieser kann den Schweregrad beurteilen und einen individuellen Therapieplan erstellen - in manchen Fällen kommen auch verschreibungspflichtige Medikamente zum Einsatz.
Grundsätzlich gilt: Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Wasser, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle oder Leinen können das Hautbild positiv beeinflussen. Auch weniger Stress tut der Haut gut.