Der schwere Zug-Unfall ereignete sich laut spanischen Medien am Sonntagabend gegen 19.45 Uhr nahe der Ortschaft Adamuz in der Provinz Córdoba. Wie die spanische Bahninfrastrukturgesellschaft Adif mitteilte, entgleiste der Fernzug Iryo 6189 auf der Strecke von Málaga nach Madrid (Puerta de Atocha) bei der Einfahrt in Gleis 1.
Dabei geriet der Zug auf das Nachbargleis – genau in dem Moment, als dort der Zug 2384 von Madrid nach Huelva unterwegs war. Auch dieser zweite Hochgeschwindigkeitszug wurde durch die Kollision aus den Schienen gehoben."Heute" berichtete.
Die Zahl der Opfer – Tote und Verletzte – musste in den vergangenen Stunden immer wieder nach oben korrigiert werden. Aktuell bestätigen die Behörden jedoch schon 24 Todesopfer. Außerdem gehen weitere Meldungen von zumindest 100 verletzten Personen aus.
Im Einsatz stehen laut Emergencias 112 Andalucía fünf mobile Intensivstationen (UVIs), ein Logistikfahrzeug des Rettungsdienstes, vier Einheiten für kritische Notfälle (DCCU). Dutzende Sanitäter, Feuerwehr und Polizei arbeiteten vor Ort unter Hochdruck. Der Unfall hatte massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Andalusien wurde vollständig gesperrt.