Die ÖBB wollen den wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Westen Wiens umfassend modernisieren. Nicht nur das historische Bahnhofsgebäude soll erneuert werden, auch die Bahnsteige, Vorplätze und Gleisanlagen stehen vor einem Umbau – das berichtet der "ORF". Losgehen soll es Ende 2029, die Fertigstellung ist für 2035 vorgesehen. Damit wird Hütteldorf voraussichtlich sechs Jahre lang zur Baustelle.
Im Mittelpunkt der Pläne steht unter anderem das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude im Jugendstil. Es soll restauriert und modernisiert werden. Auch die beiden Bahnhofsvorplätze werden neu gestaltet. Vor allem der nördliche Vorplatz soll künftig mehr Platz und eine angenehmere Umgebung für Fahrgäste bieten.
Ein weiteres Ziel ist ein vollständig barrierefreier Bahnhof. Zudem wollen die ÖBB das Umsteigen erleichtern und die Verbindungen verbessern.
Doch der Umbau geht weit über das Bahnhofsgebäude hinaus. Auch Gleisanlagen und Eisenbahnbrücken sollen erneuert werden. Besonders wichtig ist dabei der geplante zweigleisige Ausbau der S45 zwischen Hütteldorf und Penzing.
Damit sollen künftig kürzere Intervalle und bessere Umsteigemöglichkeiten geschaffen werden. Im Zuge des Ausbaus ist außerdem eine zusätzliche Haltestelle in Wien-Baumgarten vorgesehen.
Noch befindet sich das Vorhaben in der Planungsphase. Die ÖBB wollen das Projekt 2026 bei der zuständigen Behörde einreichen. Bevor Ende 2029 die Bauarbeiten starten, können sich Interessierte über die geplanten Maßnahmen informieren.
Dafür finden am 3. und 4. November zwei Informationsveranstaltungen im Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz statt. Jeweils von 15 bis 19 Uhr werden die Pläne im zweiten Stock vorgestellt. Um Anmeldung wird gebeten.
Der geplante Umbau liegt in unmittelbarer Nähe eines weiteren umstrittenen ÖBB-Projekts: der Verbindungsbahn. Dort hatten Bürgerinitiativen bereits gegen die befürchtete Teilung Hietzings durch den Bahnausbau mobilgemacht.