Trauer um Wiener Vordenker

Banker und Kulturmanager Boris Marte ist tot

Banker und Kulturmanager Boris Marte ist gestorben. Der frühere Geschäftsführer der Erste Stiftung prägte zahlreiche Kultur- und Förderprojekte.
André Wilding
06.10.2026, 08:18
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Die österreichische Kultur- und Bankenwelt trauert um Boris Marte. Der 1964 geborene Wiener war über viele Jahre in der Erste Group und der Erste Stiftung tätig und engagierte sich intensiv für Kunst und Kultur.

Marte galt als bestens vernetzter Förderer von Künstlern und Kulturinitiativen. Innerhalb der Erste Group war er an der Entwicklung zahlreicher Förderprojekte beteiligt. Nun ist Marte verstorben – das berichtet die "Kronen Zeitung".

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Viele Jahre für Erste tätig

Von 2012 bis 2021 leitete Marte den Erste HUB, das Innovationszentrum der Erste Group. Danach übernahm er die Geschäftsführung der Erste Stiftung, die er bis 2025 innehatte.

Im Vorjahr gab Marte diese Funktion aus privaten Gründen ab und wechselte in die Rolle als Senior Adviser to the Board.

Auch in der Wiener ÖVP engagierte er sich für Kulturpolitik. An der Seite von Politikern wie Erhard Busek und Peter Marboe gehörte Marte zu den treibenden Kräften für eine innovative und aufgeschlossene Kulturpolitik.

WU ernannte ihn zum Ehrensenator

Eine besondere Auszeichnung erhielt Marte noch im März 2026. Die Wirtschaftsuniversität Wien verlieh ihm den Titel des Ehrensenators.

Andreas Treichl, langjähriger CEO der Erste Group und Martes Nachfolger als Vorstandsvorsitzender der Erste Stiftung, erinnerte an Martes letzten kurzen Auftritt bei der von ihm erfundenen Reihe "Rede an Europa". Am 13. Mai hatte Anne Applebaum die Veranstaltung am Wiener Judenplatz bestritten.

Treichl schrieb über Marte: "Er wusste, dass er seinen Tumor zwar bekämpfen, aber nicht besiegen kann", heißt es im Bericht der "Krone".

Mit Boris Marte verliert das österreichische Kulturleben einen langjährigen Förderer und Mitentwickler zahlreicher Initiativen.

wil,06.10.2026, 08:18