Millionen-Coup in der Stillen Nacht. Während die Opfer (hoffentlich) friedlich mit ihren Familien das Weihnachtsfest feierten, soll ein Profi-Langfinger aus Georgien in der Wiener City auf Beutezug gegangen sein. Auch bei einem bekannten ORF-Star soll der mutmaßliche Serientäter versucht haben, über die Terrassentür in die Innenstadt-Wohnung einzudringen.
Der Einbruch scheiterte – doch der Täter hinterließ verräterische DNA-Spuren vor Ort, die ihm schließlich zum Verhängnis wurden. Bei der direkten Nachbarin hatte der Georgier mehr Glück – dort fiel die Beute überaus üppig aus: Die 28-Jährige bezifferte den Schaden auf mehr als eine Million Euro! Aus dem Tresor in ihrem aparten Apartment sollen nicht nur sündteurer Cartier-Klunker und eine rosarote Diamant-Uhr um 180.000 Euro verschwunden sein. Auch vier mit edlen Pelzen, Hermès-Taschen um Zigtausende Euros, Luxus-Lederstiefeln und weiteren Wertgegenstände vollgestopfte Koffer wären aus der Wohnung mitgenommen worden.
Die Anklage geht davon aus, dass der 44-Jährige nicht alleine und schon gar nicht spontan handelte. Gemeinsam mit einem bisher unbekannten Mittäter habe er gezielt teure Adressen ins Visier genommen und Spezialwerkzeug verwendet. Ausgerechnet der gescheiterte Coup beim TV-Promi brachte Ermittler auf seine Spur: In der DNA-Datenbank gab es einen Treffer, die Handschellen klickten. Von der angeblichen Millionen-Beute fehlt indes jede Spur, Teile dürften längst weiterverkauft worden sein.
Top-Anwalt Nik Rast vertritt den Verdächtigen, der in U-Haft sitzt. Sein Mandant habe alleine gehandelt und sei zu den Vorwürfen "prinzipiell geständig, er bestreitet aber die enorme Schadenssumme", heißt es gegenüber "Heute". Lediglich zwei Uhren seien gestohlen worden.
Beim Prozess in zwei Wochen wird es wohl auch um Detailfragen zur Beute gehen, deren Antworten auch Versicherungen interessieren dürfte. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.