Seit Samstag fehlt von Petra R. jede Spur. Die 39-Jährige ist Inhaberin der bekannten Wiener Party-Location Bettelalm. Ihr Lebensgefährte erstattete die Vermisstenmeldung, seither suchen Angehörige nach ihr und hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Der letzte bestätigte Kontakt mit Petra R. soll am Samstag gegen 15 Uhr erfolgt sein. Zuletzt wurde sie in der Kärntner Straße im 1. Wiener Bezirk gesehen. Was danach geschah und wohin sie sich möglicherweise begab, ist bislang unklar.
Allerdings gibt es eine weitere Spur, die aus Wien hinausführt: Nach "Heute" vorliegenden Informationen wurde das Handy der Vermissten zu einem späteren Zeitpunkt noch im Raum Korneuburg in Niederösterreich geortet. Ob sich Petra R. zu diesem Zeitpunkt ebenfalls dort befand, ist nicht bekannt.
Ihre Angehörigen versuchen mittlerweile auch mit einem Vermissten-Flyer, möglichst viele Menschen zu erreichen. Petra R. lebt in Velden (Ktn.), ist zwischen 160 und 165 Zentimeter groß und hat dunkelbraune Haare.
Familie und Freunde hoffen nun auf Hinweise von Personen, die die 39-Jährige seit Samstagnachmittag gesehen haben oder Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen können. Besonders relevant könnten dabei Beobachtungen sowohl aus der Wiener Innenstadt als auch aus dem Raum Korneuburg sein.
Die Bettelalm in der Johannesgasse im 1. Bezirk hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2008 zu einer bekannten Adresse im Wiener Nachtleben entwickelt. Das Konzept bringt Après-Ski-Stimmung mitten in die Hauptstadt: Viel Holz, Almhütten-Atmosphäre, Tanzflächen und DJs prägen das Lokal.
Erst im vergangenen Jahr sorgte das Lokal für Schlagzeilen. Im August 2025 wurde über die damalige Betreibergesellschaft "Der Bettelstudent" Betriebs GmbH ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet – das gleichnamige Restaurant war nicht von der Insolvenz betroffen.
Laut KSV1870 beliefen sich die Verbindlichkeiten damals auf rund 420.000 Euro. Betroffen waren zwölf Gläubiger und neun Mitarbeiter. Als Grund wurden Umsatzrückgänge infolge eines veränderten Ausgeh- und Konsumverhaltens genannt. Den Gläubigern wurde damals eine Quote von 20 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Der Betrieb sollte weiterlaufen und durch den Einstieg eines Investors abgesichert werden.
Während dort normalerweise ausgelassen gefeiert wird, steht derzeit die Sorge um die Betreiberin im Mittelpunkt. Seit dem letzten bestätigten Kontakt am Samstagnachmittag fehlt von Petra R. jede gesicherte Spur.