Mitten in der Nacht zerriss ein Knall die Stille im Bezirk Amstetten: Am 28. November 2025 gegen 2.30 Uhr sprengten zwei zunächst unbekannte Täter einen Bankomaten in einer Bankfiliale in Aschbach-Markt. Die Männer gingen dabei zielgerichtet vor: Sie betraten das Foyer, platzierten ein Sprengstoffpaket am Gerät und zündeten es – "Heute" berichtete.
Die Detonation richtete damals erheblichen Schaden am Gebäude an. Beute machten die Täter aber keine: Der Tresor des Bankomaten hielt der Explosion stand. Die Täter mussten ohne Geld flüchten. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb vorerst ohne Erfolg.
Danach übernahm die niederösterreichische Kripo die Ermittlungen. Durch akribische Spurenauswertung, intensive Erhebungen und Zusammenarbeit über die Grenze hinweg geriet schließlich ein 28-jähriger Niederländer ins Visier der Ermittler.
Am 27. März 2026 wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten die Aufenthaltsadresse des Mannes in den Niederlanden durchsucht. Dabei wurden mehrere Mobiltelefone und weitere belastende Beweismittel sichergestellt.
Auf Basis eines Europäischen Haftbefehls wurde der Beschuldigte festgenommen. Vorigen Donnerstag, am 25. Juni 2026, wurde er nach Österreich ausgeliefert. Bei der Einvernahme zeigte sich der 28-Jährige teilweise geständig. Er wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.
Die Ermittlungen sind damit aber noch nicht beendet: Die Kripo sucht weiter nach den unbekannten Mittätern.