Drei Niederländer schlugen in drei Bundesländern zu! Sie sprengten Bankomaten in Wien, Ober- und Niederösterreich. Deswegen mussten sich die Männer am Dienstag in Wels vor Gericht verantworten. In der Verhandlung ging es vor allem um jenen Vorfall vom 16. Mai 2025.
Damals sprengten die Männer einen Bankomaten in einem Gmundner Einkaufszentrum und ergriffen in einem Audi S8 die Flucht. Der Wagen wurde allerdings schwer beschädigt, weswegen sich die Männer kurzerhand auf dem Parkplatz einer Schule Ersatz beschaffen wollten.
Wie die "Krone" berichtet, waren zu diesem Zeitpunkt einige Schüler anwesend, die gerade einen Maturastreich planten. Einem von ihnen nahmen die Niederländer die Fahrzeugschlüssel ab und setzten den Wagen des Schülers schlussendlich in einem Waldstück in Brand, um Spuren zu verwischen.
In dem Prozess sagten fünf Maturanten aus. Sie hätten große Angst vor den Männern gehabt. Eine der damaligen Schülerinnen brach auch in Tränen aus. Eine andere Betroffene klagte über eine viertägige Augenentzündung. Diese sei zustande gekommen, da die Niederländer einigen Maturanten Salmiakgeist ins Gesicht gesprüht haben sollen.
Die Angeklagten zeigten sich vor Gericht reumütig und entschuldigten sich bei den Opfern. Man habe die Jugendlichen nicht in Gefahr bringen wollen. Die Niederländer hätten lediglich ein Auto von ihnen gebraucht. Am Ende wurden die drei Männer – nicht rechtskräftig – zu 16, 14 sowie elf Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt.