Nach intensiven Ermittlungen hat das Landeskriminalamt einen Verdächtigen, dem ein Banküberfall in Haringsee vorgeworfen wird, ausgeforscht: Es handelt sich um einen 48-jährigen Österreicher, ohne festen Wohnsitz, dem nun die Tat zur Last gelegt wird.
Der Überfall hatte sich am 21. Jänner dieses Jahres ereignet. Gegen 11.52 Uhr betrat ein maskierter Mann ein Geldinstitut in Haringsee, bedrohte zwei Angestellte mit einer Faustfeuerwaffe und forderte Bargeld. Danach flüchtete er mit einer Plastiktasche in unbekannte Richtung. Die Mitarbeiter blieben unverletzt, erlitten jedoch einen Schock.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde der Mann am Abend des 3. März 2026 in einer Wohnung in Wien-Landstraße festgenommen. Beamte der Raubgruppe führten die Festnahme durch, unterstützt von der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität des Landeskriminalamtes Niederösterreich.
Zuvor hatten Polizisten bei einer Hausdurchsuchung an einer bekannten Aufenthaltsadresse des Beschuldigten im Bezirk Gänserndorf wichtige Beweise sichergestellt: die beim Überfall getragene Kleidung – eine rote Kapuzenjacke, dunkelblaue Jeans und Sneakers – sowie die Tatwaffe, eine schwarze CO2-Pistole.
Bei der Einvernahme zeigte sich der 48-Jährige geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde er in die dortige Justizanstalt eingeliefert. In Österreich drohen dem Mann ein bis zehn Jahre Haft, bei schwerem Raub mit Waffenanwendung sind sogar bis zu 20 Jahre oder lebenslänglich möglich.