Kurioser Streit im spanischen Fußball! Der FC Barcelona wurde wegen unerlaubter Kontaktaufnahme mit Atlético-Star Julian Alvarez zu einer Geldstrafe von gerade einmal 602 Euro verdonnert. Doch obwohl die Summe für den Spitzenklub verschwindend gering ist, wollen die Katalanen keinen Cent bezahlen.
Hintergrund ist eine Beschwerde von Atletico Madrid beim spanischen Fußballverband RFEF. Barcelona soll mit dem argentinischen Stürmer über einen möglichen Transfer verhandelt haben, ohne dessen Verein zuvor schriftlich zu informieren. Alvarez steht bei den Madrilenen noch bis 2030 unter Vertrag.
Der Verband verhängte nun eine Geldstrafe von exakt 602 Euro. Doch Barca will die Entscheidung nicht akzeptieren und kündigte laut spanischen Medien Berufung an. Wie die Zeitung "Marca" berichtet, hält der Klub die Summe zwar für "lächerlich gering", will aber aus Prinzip nicht zahlen. Barcelona ist überzeugt, korrekt gehandelt zu haben.
Der Streit hatte sich während der Fußball-WM im Sommer zugespitzt. Nach dem Gruppenspiel Argentiniens gegen das ÖFB-Team erklärte Alvarez: "Ein Transfer ist das Beste für alle Beteiligten." Atletico-Geschäftsführer Miguel Angel Gil Marín warf Barcelona daraufhin vor, während einer geschützten Phase unerlaubt mit dem Angreifer verhandelt zu haben.
Atletico brachte den Fall sogar vor die FIFA. Der Weltverband erklärte sich allerdings für nicht zuständig. Alvarez geriet unterdessen bei den eigenen Fans in die Kritik und entschuldigte sich später für seine Aussagen.
Besonders kurios: Es ist nicht das erste Mal, dass Barcelona wegen eines Atletico-Stars eine Mini-Strafe kassiert. Bereits 2019 mussten die Katalanen im Zusammenhang mit dem Transfer von Antoine Griezmann 300 Euro bezahlen. Nun droht wegen gerade einmal 602 Euro der nächste Rechtsstreit.