Vergangenen Mittwoch zog das Unwetter über Schiedlberg (Bez. Steyr-Land): Rund 50 Meter von der Fischzucht der Familie entfernt stürzte ein Baum in eine Stromleitung. Für eine nahe Fischzucht hatte das verheerende Folgen: In den Becken und Teichen verendeten Tausende Fische. Laut dem Züchter traf es rund 80 Prozent der Tiere.
21 Tonnen Fische waren in der Anlage, selbst unter den überlebenden Tieren seien einige noch schwer verletzt gewesen, erklärte der Züchter gegenüber dem ORF. Manche müsse er nach und nach von ihrem Leid erlösen. Die Feuerwehr Schiedlberg war nach dem Unwetter bei mehreren Schäden im Gemeindegebiet im Einsatz und unterstützte auch einen örtlichen Betrieb.
Jetzt ist klar, welchen Weg der Strom nahm. Wie Netz Oberösterreich erklärt, schlug ein beschädigtes Kabel auf dem Boden auf. Der Strom floss über das Erdreich ab – und die Nähe zu den Fischteichen reichte aus, um den Tieren zu schaden.
Warum die Stromzufuhr nicht sofort unterbrochen wurde, wird noch untersucht. Üblicherweise schalte sich die Anlage bei einem gerissenen Seil gleich ab, nach ersten Erkenntnissen dürfte die Leitung diesmal aber beschädigt worden sein, ohne vollständig zu reißen.
Der Fischzüchter beziffert seinen finanziellen Schaden auf 120.000 Euro. Für seinen Familienbetrieb sei der Verlust existenzbedrohend. Ob die Versicherung tatsächlich zahlt, steht noch nicht fest – Netz Oberösterreich geht aber davon aus, dass der Schaden gedeckt ist.