Politik hat nachgefragt

Studie enthüllt – so denkt Bevölkerung über Migranten

Es ist ein emotionales Thema: das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Die Stadt Linz hat jetzt die Bevölkerung dazu befragt.
Oberösterreich Heute
24.09.2026, 04:00
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Die Integrationsstrategie 2026+ der OÖ-Landeshauptstadt nimmt weiter Gestalt an: Ein Beratungsgremium aus Fachleuten, Organisationen, der Verwaltung und der Politik hat jetzt die begleitende Studie der Linzer Kepler Universität diskutiert.

"Wir wollten von Beginn an wissen, wo das Zusammenleben in Linz gut funktioniert, wo Probleme wahrgenommen werden und wo wir als Stadt konkret ansetzen können", erklärt der zuständige Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ). Nun gehe es darum, aus den Erkenntnissen klare Schwerpunkte und konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre abzuleiten.

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Die Uni-Studie stützt sich auf eine umfassende Datengrundlage: 897 Menschen aus der Bevölkerung wurden im Zuge einer repräsentativen Erhebung befragt. Weitere 1.167 Personen nahmen an einer offenen Befragung teil. Ergänzt wurde die Studien durch Bürger- und Experten-Interviews, Fokusgruppen sowie weitere qualitative Erhebungen.

Das Ergebnis: 34,6 Prozent bewerten das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Prägungen positiv. 29,5 Prozent sehen es neutral und 35,8 Prozent negativ.

Prammers Resümee: "Menschen erleben das Zusammenleben in unserer Stadt sehr unterschiedlich." Genau deshalb sei eine fundierte Strategie so wichtig. "Sie hilft uns, genauer hinzuschauen, unterschiedliche Erfahrungen ernst zu nehmen und dort anzusetzen, wo es konkreten Handlungsbedarf gibt."

Ziel sei ein gutes Zusammenleben in Linz. "Mit Chancen auf Teilhabe, klaren gemeinsamen Regeln und einem respektvollen Miteinander", so der Bürgermeister.

"Müssen nicht überall bei null anfangen"

Aus den Studienergebnissen, einem internationalen Vergleich und dem bisherigen Beteiligungsprozess wurden 13 Handlungsfelder abgeleitet. Dazu zählen u.a. Bildung und Sprache, Arbeit und Arbeitsmarkt, Wohnen und Nachbarschaft, Dialog und Begegnung, sowie gesellschaftliche Teilhabe.

"Wir müssen nicht überall bei null anfangen", sagt Prammer. In Linz gebe es bereits funktionierende Angebote und großes Engagement. Jetzt gehe es darum, Lücken gezielt zu schließen und die bestehenden Angebote besser miteinander zu verbinden.

red,24.09.2026, 04:00
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