Am 6. September um kurz vor 20.30 Uhr passierte es: Ein maskierter Mann betrat die Tankstelle durch den Hintereingang. Dort bedrohte er im Lager zwei Personen und verlangte die Herausgabe des Tresorschlüssels. Der Verdächtige zielte nicht nur mit der Pistole in ihre Richtung, sondern setzte sie einem Opfer sogar an den Kopf.
Da es sich bei ihnen aber um keine Beschäftigten handelte, ging er weiter in den Verkaufsraum. Er näherte sich dem Mitarbeiter und repetierte dabei die Schusswaffe, um seine Drohung zu untermauern. Auch bei dem 22-Jährigen setzte er die Pistole an und zwang ihn, die Kassa zu öffnen. Der Räuber griff hinein und schnappte sich Geld. Dann flüchtete er.
Jetzt – mehr als zwei Wochen später – vermeldet die Polizei einen Erfolg: Ein junger Mann stellte sich und erklärte, für die Tat verantwortlich zu sein. Der Verdächtige ist mehrfach einschlägig vorbestraft, ohne Wohnsitz und arbeitslos.
Die Staatsanwaltschaft ordnete seine Festnahme an – er zeigte sich geständig. Das Motiv für den Raub: Schulden. Diese stammen nach Angaben des 30-Jährigen aus einem fehlgeschlagenen Drogengeschäft.
Der Coup hat für den mutmaßlichen Täter schwerwiegende Folgen: Er wurde in die Justizanstalt Wels gebracht.