Tierschützer zornig

"Haben gewarnt" – hier ist Taubenfüttern jetzt verboten

Das geplante Fütterungsverbot für ganz Linz bringt Tierschützer auf die Palme. Sie warnen: Die Maßnahme werde das Taubenproblem nicht lösen.
Oberösterreich Heute
24.09.2026, 05:00
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Jetzt fliegen im Linzer Tauben-Streit endgültig die Fetzen: Der Sicherheitsausschuss sprach sich mehrheitlich für ein ganzjähriges Fütterungsverbot im gesamten öffentlichen Raum aus. Wer künftig auf Straßen, Plätzen oder in Parks Futter auslegt, riskiert bis zu 218 Euro Strafe. Der Gemeinderat muss die neue Regelung allerdings noch beschließen.

"Wir haben davor gewarnt"

Die Initiative "Streunertauben Linz" reagiert nun mit scharfer Kritik: "Das Taubenfütterungsverbot in Linz wird aller Voraussicht nach nicht mehr aufzuhalten sein. Und ja – wir sind darüber wütend", heißt es in dem Facebook-Post. Die Entwicklung sei vorhersehbar gewesen – mindert aber nicht den Ärger: "Wir haben davor gewarnt. Mehrfach."

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Dabei nehmen die Tierschützer auch rücksichtslose Fütterer ins Visier. Manche würden Brot, Nudeln, Reis, Salat und andere Essensreste auf öffentlichen Flächen ausleeren. Andere würden täglich durch Linz fahren und kiloweise Körnerfutter in Wiesen verteilen. "Tierschutz bedeutet nicht, möglichst viel Futter hinzuleeren", stellt die Initiative klar.

Die eigenen Helfer seien lediglich ein- bis zweimal pro Woche unterwegs. Dabei würden die Tiere gezielt angelockt, beobachtet und kontrolliert. So könnten verletzte und kranke Tauben eingefangen und medizinisch versorgt werden. Schon früher hatten die Aktivisten gegenüber "Heute" erklärt, warum ihre Arbeit ohne gezielte Fütterung deutlich schwieriger werde.

"Löst das Taubenproblem nicht"

Für die Tierschützer greift die geplante Regelung viel zu kurz: "Ein Fütterungsverbot löst das Taubenproblem nicht." Hunger verhindere keine Fortpflanzung, schaffe keine kontrollierten Brutplätze und versorge auch keine verletzten Tiere. Die Forderung: betreute Taubenschläge, artgerechte Fütterung in den Schlägen, ein konsequenter Austausch der Eier und regelmäßige Bestandskontrollen.

Solche Schläge fordert die Initiative bereits seit Jahren – damit sollte auch die Population kontrolliert werden. Besonders bitter sei, dass einige wenige Menschen mit ihren unkontrollierten Massenfütterungen die aktuelle Entwicklung mitverursacht hätten. Die Folgen würden nun jene tragen, "die am wenigsten dafür können: die Tauben". Die klare Botschaft an die Stadt: "Betreute Taubenschläge statt Symptombekämpfung."

red,24.09.2026, 05:00
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