Vor Ort in der Porzellangasse in Wien-Alsergrund sind laut "Heute"-Informationen nach einem schweren Arbeitsunfall bereits vier Todesopfer unter Trümmern gefunden worden. Die Betroffenheit ist groß.
Gerüst- und Schalungsteile und große Mengen Beton stürzten am Nachmittag plötzlich in die Tiefe. Kurz nach 16 Uhr fuhr eine Frau gerade mit der Straßenbahn, als plötzlich die Durchsage kam: Unfall – keine Weiterfahrt mehr möglich. Sie und alle anderen Fahrgäste mussten aussteigen. Die Dame ging zu Fuß weiter – und stand wenig später direkt am Unfallort.
"Der Anblick hat mich zutiefst erschüttert", so die Wienerin zu "Heute". Sie und weitere Augenzeugen sahen, wie ein bewusstloser Mann in Arbeitsbekleidung, die komplett mit Zement verschmutzt war, von Einsatzkräften weggetragen und vorerst auf der Straße abgelegt wurde. Es dürfte sich um das erste geborgene Todesopfer gehandelt haben.
Auf der Baustelle der renommierten Dachausbaufirma war seit Wochen intensiv gearbeitet worden. Zuletzt wurde ein massives Betonfundament errichtet. Für den Wiener, der in unmittelbarer Nähe wohnt, ist die Situation unbegreiflich – er rechnete bereits dem Schlimmsten. "So schnell kann es gehen", schüttelte er den Kopf. Nun ist es tragische Gewissheit. Neben den vier bestätigten Todesopfern wurde auch ein schwer verletzter 45-Jähriger bestätigt. Er wurde von der Berufsrettung Wien ins AKH gebracht.