"Leute, wir sind Bayern"

Bayern-Boss mit klarem Seitenhieb gegen Ex-Coach Tuchel

Max Eberl hat vor zweieinhalb Jahren bei Bayern München das Kommando übernommen. Nun folgte ein Seitenhieb gegen Ex-Coach Thomas Tuchel
31.10.2026, 12:09
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Deutliche Worte von Bayern-Sportvorstand Max Eberl! Der 53-Jährige blickt auf seine Anfangszeit beim deutschen Rekordmeister zurück und zeichnet ein düsteres Bild. Seine Aussagen lassen sich als klarer Seitenhieb gegen Ex-Trainer Thomas Tuchel verstehen.

Eberl hatte seinen Posten bei den Münchnern Anfang März 2024 angetreten. Damals saß noch Tuchel auf der Trainerbank. Doch die Stimmung, die der neue Sportboss im Klub vorfand, schockierte ihn offenbar.

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"Als ich nach meinem Start im März 2024 die ersten Male im Profihaus war, habe ich gedacht: Was für eine Lethargie. Wie ein Mantel der Schwere", erinnert sich Eberl im Gespräch mit dem Bayern-Vereinsmagazin "51". Dann legt er nach: "Leute, wir sind beim FC Bayern München! Wir können jedes Jahr Meister werden, wir müssen doch Freude haben!"

Seitenhieb gegen Tuchel

Für Eberl trägt der Trainer entscheidend zur Stimmung innerhalb einer Mannschaft bei. "Bei einer Mannschaft wie Bayern ist die Lust mit entscheidend, zusammen etwas Großes zu erreichen. Und darauf hat der Trainer einen Rieseneinfluss", erklärt der Sportvorstand. Eine Aussage, die vor dem Hintergrund seiner Erinnerungen durchaus als Kritik an Tuchel verstanden werden kann.

Nach einer enttäuschenden Saison musste Tuchel im Sommer 2024 gehen. Die Bayern waren im DFB-Pokal bereits an Saarbrücken gescheitert, in der Champions League im Halbfinale an Real Madrid ausgeschieden und in der Bundesliga nur Dritter geworden. Sein Nachfolger Vincent Kompany brachte laut Eberl einen völlig neuen Schwung in den Verein.

Kompany habe die Stimmung "komplett wiederbelebt", schwärmt Eberl. "Viele Spieler sind dieselben – aber sie wirken wie ausgewechselt." Während der Belgier beim FC Bayern für Aufbruchsstimmung sorgte, fand Tuchel später als englischer Teamchef eine neue Aufgabe. Eine direkte Attacke gegen seinen früheren Trainer formuliert Eberl zwar nicht, der Vergleich fällt aber eindeutig zugunsten von Kompany aus.

red, 31.10.2026, 12:09