Dramatische Situation am Flughafen Wien-Schwechat! Eine Familie aus Wien mit tunesischen Wurzeln wartet seit über 24 Stunden auf ihren Flug nach Tunis. Mit dabei sind zwei Kleinkinder (1 und 2) und der Leichnam des verstorbenen Familienvaters, der in seiner Heimat beigesetzt werden soll. Doch der Flug wurde mehrfach verschoben – zuletzt sogar auf unbestimmte Zeit.
Am Mittwoch dem 7. Oktober verstarb der gebürtiger Tunesier im Alter von 70 Jahren. "Es ist ein großes Anliegen, dass mein Vater neben seiner Frau in seiner Heimat beigesetzt wird", erklärt Sohn Milo* (30, Name von der Redaktion geändert). Bereits am Sonntag hätte die Familie in der tunesischen Hauptstadt landen sollen. Die Trauerfeier hätte noch am selben Tag stattfinden sollen. Doch bereits seit einem Tag werde der Flug immer wieder verschoben.
Besonders belastend ist die Situation für die Angehörigen, da der Leichnam des verstorbenen Vaters mit demselben Flug nach Tunesien überführt werden soll. Eine Umbuchung sei aufgrund der erforderlichen Dokumente laut der Familie nicht möglich.
Während die Angehörigen in Wien ausharren, warten in Tunesien bereits mehr als 100 Trauergäste auf die Beisetzung. Diese musste aufgrund der Flugverschiebungen schon mehrfach verschoben werden. Auch die Situation am Flughafen zehrt an den Kräften der Familie. Unter den Wartenden befinden sich die drei erwachsenen Kinder des Verstorbenen, darunter eine Frau mit einem Baby und einem Kleinkind.
"Es gibt keine klare Information, niemand ist erreichbar", beklagt das Familienmitglied. Die Angehörigen seien mittlerweile am Ende ihrer Kräfte. Es sei nicht das erste Mal, dass es zur Problemen mit der Airline kommt, auf Kontaktversuche seitens der Fluggäste gab es keine Antwort.
Wie "Heute" erfuhr, gibt es für die Familie nun jedoch einen Hoffnungsschimmer: Der Flug soll am Montag um 16 Uhr gestartet sein. Auch für die fachgerechte Aufbewahrung des Leichnams sei gesorgt. Zudem sei laut "Heute"-Informationen die Unterbringung der betroffenen Passagiere in Hotels gewährleistet.
Weshalb es zu den wiederholten Verzögerungen kam, ist weiterhin unklar. Die betroffene Fluggesellschaft war für "Heute" trotz mehrmaliger Kontaktversuche nicht erreichbar.