Wer ist bei Geheimbund?

Bei den Freimaurern: Nur DIESE 4 Minister sagen "Nein"

Welche Spitzenpolitiker sind Mitglied in einer Freimaurer-Loge – diese Frage beschäftigt FPÖ-General Hafenecker. Viele Minister geben sich zugeknöpft.
12.10.2026, 12:55
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Als Reaktion auf die Causa Ruck in der Wiener Wirtschaftskammer forderte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker nun "volle Transparenz statt Geheimbünde" von der Regierung ein. Der Freiheitliche bezeichnet Freimaurer als "Staat im Staat".

Causa Ruck löste Debatte aus

Wiens Bürgermeister Ludwig hat im Ö1-Sommerinterview Gerüchte, wonach er und Ruck in derselben Freimaurer-Loge seien, zurückgewiesen: "Ich habe in dem Zusammenhang mit Walter Ruck nie zu tun gehabt." Ob er selbst Mitglied sei, ließ der SPÖ-Stadtchef offen.

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FPÖ fragt nach Mitgliedschaften in Freimaurerlogen

FP-Hafenecker ortet auch auf Bundesebene "weitreichende Fragen über mögliche informelle Machtstrukturen und personelle Netzwerke in Österreich".

"Die Bürger haben jedenfalls ein Recht darauf zu erfahren, ob Mitglieder der Bundesregierung, Kabinettsmitarbeiter, Spitzenbeamte, Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen oder sonstige Führungskräfte gleichzeitig Funktionen oder Mitgliedschaften in Freimaurerlogen innehaben und ob dadurch mögliche Interessenkonflikte entstehen könnten", begründet der freiheitliche General seine Anfrage.

Mysteriöser Geheimbund: Was sind Freimaurer?

Die Freimaurer sind eine weltweit verbreitete Bruderschaft, deren Wurzeln bis zu den mittelalterlichen Steinmetzgilden zurückreichen. Sie organisieren sich in sogenannten Logen und setzen sich für Freiheit, Toleranz, Menschlichkeit und persönliche Weiterentwicklung ein. Ihre Rituale und Erkennungszeichen sind teilweise geheim, weshalb sich zahlreiche Mythen um den Bund ranken. Die moderne Freimaurerei entstand 1717 in London. Weltweit gehören ihr mehrere Millionen Menschen an.

Kanzler: "Kein Gegenstand des Fragerechts"

In ihren Beantwortungen geben sich die Mehrzahl der Minister äußerst wortkarg. Dass sie Mitglied einer Freimaurer-Loge sind, verneinten lediglich vier Regierungsmitglieder ausdrücklich.

Kanzler Stocker, Finanzminister Marterbauer, Sozialministerin Schumann, Verkehrsminister Hanke, Justizministerin Sporrer, Verteidigungsministerin Tanner und Europaministerin Bauer verweigerten eine Antwort, da der Themenbereich "kein Gegenstand der Vollziehung", "nicht vom Ressort-Wirkungsbereich umfasst" (Tanner) oder "kein Gegenstand des Fragerechts" (Stocker, Bauer)  seien.

Drei Ressorts führen keine Aufzeichnungen

Vizekanzler Babler, Bildungsminister Wiederkehr und Frauenministerin Holzleitner lehnten eine Beantwortung mit der Begründung ab, dass ihr Ressort keine Aufzeichnungen über Vereinsmitgliedschaften führe.

Ihre Mitgliedschaft explizit verneint haben nur folgende vier Minister:

  • Beate Meinl-Reisinger, Außenministerin (Neos)
  • Gerhard Karner, Innenminister (ÖVP)
  • Norbert Totschnig, Landwirtschaftsminister (ÖVP)
  • Wolfgang Hattmannsdorfer, Wirtschaftsminister (ÖVP)

Keine neuen Transparenzregeln geplant

Kein Ministerium bestätigte, dass die Mitgliedschaft in einer Freimaurerloge bei der Sicherheitsüberprüfung für Mitarbeiter abgefragt werde. Der zuständige Innenminister begründet das mit "Privatsache". Darüber hinaus sind in keinen Ressorts derzeit neue Transparenzregeln als Reaktion auf die Causa Wirtschaftskammer vorgesehen.

red, 12.10.2026, 12:55