Vor wenigen Tagen sprach Ski-Superstar Manuel Feller offen über mentale Probleme und depressive Phasen, die ihn in der Vergangenheit begleitet haben – und nach wie vor nachwirken.
"Es waren sehr positive Rückmeldungen von vielen Sportlern, bekannten Sportlern. Ich will keine Namen nennen, aber viele Dankes-Nachrichten. Ich war überrascht über die vielen schönen Worte", erzählt der seit Dienstag 34-Jährige Tiroler im Ö3-Wecker.
Details hält Feller bewusst zurück. "Fans müssen nicht alle Hintergründe kennen." Der Slalom-Spezialist weiter: "Schlussendlich sind wir Sportler und wir sind am Start, um unseren Job so gut wie möglich zu machen. Aber wir sind auch nur Menschen und es ist halt nicht jeder Tag gleich."
ServusTV-Ski-Experte Philipp Schörghofer lobte am Montag im Hangar-7 Fellers Offenheit. "Er ist ein emotionaler Mensch. Wenn du so bist, dann nehmen dich Niederlagen, aber auch Siege mit. Das ist anstrengend. Manuel hat das jetzt gesagt, dass er da Probleme hat, und ich finde das super, denn es sollte ein normales Thema sein, genauso wie wenn man einen Muskelfaserriss hat. Da geht man auch zum Doktor. Wenn ich mentale oder psychische Probleme habe, gehe ich auch zu einem Psychologen und lasse mir da helfen. Das sollte eigentlich ganz normal sein."
Die Ski-Saison beginnt am 24. und 25. Oktober mit einem Damen- und Herren-Riesentorlauf in Sölden. Feller ist nicht am Start. Der ÖSV-Athlet verabschiedete sich von der Disziplin, konzentriert sich auf den Slalom.