Im steirischen Knittelfeld ruft die dort mitregierende FPÖ am Mittwochnachmittag zu einem "Bildungsgipfel", um das in der Stadt inzwischen gravierende Problem in Angriff zu nehmen.
Laut "Kleine Zeitung" mit am Tisch: Bürgermeister Harald Bergmann (SPÖ), Vizebürgermeister und Integrationsreferent Dominik Modre (FPÖ), Bildungslandesrat Stefan Hermann (FPÖ), sowie Vertreter von Schulen, des österreichischen Integrationsfonds und anderer Parteien.
Bürgermeister Bergmann hofft auf konstruktive Ergebnisse: "Vielleicht schaffen wir für unsere beiden Volksschulen Lindenallee und Landschach wirklich eine Entlastung, damit der Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache sinkt."
Vor allem die Integration von Rumänen bereitet Kopfzerbrechen. Knittelfeld zählt rund 13.000 Einwohner, etwa 1.400 davon sind Rumänen.
"Die Rumänen sind meist wirklich fleißige Leute, die aber gern unter sich bleiben. Daheim spricht man rumänisch, schaut rumänische Fernsehprogramme, und am Ende kommen bei uns geborene Kinder in die Schule und sprechen kaum Deutsch", skizziert der Stadtchef des Problem gegenüber dem Medium. Da müsse man auch die Eltern in die Pflicht nehmen.
Der Sozialdemokrat kann sich eine Änderung der Schulsprengel vorstellen, um die Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache besser zu verteilen: "In umliegenden Gemeinden haben wir Volksschulen mit wenig bis gar keinem Ausländeranteil. Wenn da ein bis zwei Kinder drinsitzen, lernen diese schnell Deutsch, und es drückt nicht das Gesamtniveau der Klasse."
Bergmann rechnet allerdings mit Widerstand der angesprochenen Gemeinden. Eine Entscheidung müsse unpolitisch und übergeordnet gefällt werden: "Eine mögliche Verteilung müsste nach einer Erhebung der sprachlichen Fähigkeiten durch die Bildungsregion erfolgen."