Nach Kindererziehungs-Sager

"Beleidigen mich" – Oma lädt Kanzler zum Praxistest ein

Obwohl sich Stocker für seinen Kinderbetreuungs-Sager entschuldigt hat, reißt die Empörung nicht ab. Nun erhielt er eine überraschende Einladung.
Newsdesk Heute
10.08.2026, 08:51
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Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sorgte zuletzt mit einem Satz für Aufregung. Demnach sehe er Kinderbetreuung nicht als Arbeit. Die Welle der Empörung war groß. Zahlreiche Frauen fühlten sich vor den Kopf gestoßen. Als Konsequenz hat sich Stocker bereits entschuldigt. Dennoch kam nun eine Reaktion aus dem Burgenland.

In einem Facebook-Statement hat sich Alt-Landesrätin Verena Dunst (SPÖ) zu Wort gemeldet. Auch sie fühlte sich vom Kanzler gekränkt. "Sie beleidigen mich als OMA aufs Tiefste", schrieb die frühere SPÖ-Landesrätin. Dunst lud Stocker in ihre Heimatgemeinde ins burgenländische Moschendorf ein, damit der Kanzler den Praxistest in der Kindererziehung absolvieren könne.

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"Allergisch" auf Sager reagiert

Die Alt-Landesrätin und nunmehrige Vollblut-Oma sei nur eine von vielen Müttern und Großmüttern, die "sich auf die Füße getreten" fühlen, sagte Dunst der "Krone". Sie habe sich in ihrer politischen Laufbahn – 19 Jahre davon in der Landesregierung – für Gratiskindergärten, längere Öffnungszeiten und gemeindeübergreifende Kinderkrippen eingesetzt. Daher reagiere sie bei dem Thema "allergisch".

Ihr sei es immer wichtig gewesen, dass Frauen – wenn sie es wollen – im Beruf bleiben können. Denn, "wer lange aus dem Arbeitsmarkt draußen ist, kommt nur schwer wieder hinein", betonte die Alt-Landesrätin. Dass Stocker nun Kinderbetreuung als selbstverständliche Aufgabe abtue, würde der Leistung vieler Eltern und Großeltern nicht gerecht werden. Diese Aufgabe innerhalb der Familie könne man wahrscheinlich gar nicht in Geld aufwiegen.

Kinderbetreuung ist Arbeit

Inzwischen ist Dunst auch als Präsidentin der Volkshilfe Burgenland abgetreten. Sie sei nun voll und ganz für ihre Enkelkinder da, damit ihre beiden Töchter wieder arbeiten können. Fix die Alt-Landesrätin ist klar, dass die Betreuung und Förderung von Kindern sehr wohl eine Arbeit sei. Dies werde Stocker verstehen, wenn er es einen Tag lang gemacht habe.

Eine böswillige Absicht wollte Dunst dem Kanzler jedoch nicht unterstellen. Sie kenne Stocker und glaube, dass ihm der Satz "herausgerutscht" sei. Dennoch sollte einem Bundeskanzler so ein Fehler nicht passieren, meinte die Alt-Landesrätin.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.08.2026, 08:57, 10.08.2026, 08:51