Equal Pension Day

Ministerin macht Druck: "Pensionslücke ist kein Zufall"

Am Equal Pension Day warnt Ministerin Holzleitner vor der Pensionslücke zwischen Frauen und Männern. Sie fordert faire Chancen und Lohngerechtigkeit.
Newsdesk Heute
09.08.2026, 17:45
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Für Österreichs Frauen ist der 9. August ein symbolischer Stichtag: Am Equal Pension Day haben Männer rechnerisch bereits jene Pensionssumme erreicht, für die Frauen bis zum Jahresende brauchen. Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) sieht die Ursachen dafür bereits lange vor dem Pensionsantritt.

Der Equal Pension Day soll jedes Jahr auf die unterschiedlichen Pensionshöhen von Frauen und Männern aufmerksam machen. Für Holzleitner ist die Lücke nicht alleine auf das Pensionssystem zurückzuführen, sondern vor allem auf die Benachteiligung von Frauen während ihres gesamten Erwerbslebens.

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"Arbeitsleben voller Ungleichheit"

"Die Pensionslücke ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis eines Arbeitslebens voller Ungleichheit. Frauen verdienen weniger, übernehmen den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit, arbeiten häufiger in Teilzeit und sind im Alter überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen. Wer ein Leben lang benachteiligt wird, darf sich am Ende nicht auch noch mit Altersarmut abfinden müssen", betont Holzleitner.

Gleichzeitig wird das gesetzliche Pensionsantrittsalter von Frauen derzeit schrittweise an jenes der Männer angeglichen.

Die Frauenministerin warnt allerdings davor, ein höheres Antrittsalter mit einer automatisch längeren Erwerbskarriere gleichzusetzen. Viele Frauen seien bereits in den Jahren vor ihrer Pension von Arbeitslosigkeit betroffen. Dadurch würden ihnen gerade jene Erwerbsjahre fehlen, die zu einer höheren Pension beitragen könnten.

Holzleitner fordert Lohntransparenz

Ein entscheidender Hebel ist für Holzleitner die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen. Dafür müssten Unterschiede bei der Bezahlung sichtbar gemacht und beseitigt werden.

"Gleiche Arbeit muss gleich bezahlt werden. Deshalb braucht es endlich echte Lohntransparenz, denn nur was sichtbar ist, kann auch konsequent bekämpft werden. Die EU-Lohntransparenzrichtlinie ist im Regierungsprogramm verankert, jetzt muss sie auch rasch und konsequent umgesetzt werden. Frauen in Österreich haben lange genug auf diese Gerechtigkeit gewartet."

Die Ministerin fordert damit eine rasche Umsetzung der im Regierungsprogramm vorgesehenen EU-Lohntransparenzrichtlinie.

"Gleiche Chancen für alle"

Für Holzleitner muss der Kampf gegen die Pensionslücke deutlich früher beginnen. Neben der Bezahlung sieht sie auch die Verteilung unbezahlter Sorgearbeit als entscheidenden Faktor. "Eine gerechte Pension beginnt mit einem gerechten Arbeitsleben, gerecht verteilter Sorgearbeit und mit gleichen Chancen für alle!"

{title && {title} } red, {title && {title} } 09.08.2026, 17:45
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