"ida" ab sofort im Einsatz

KI-Chatbot soll die ID Austria einfacher machen

Ein neues Tool soll den Menschen den Umgang mit Behörden erleichtern: der KI-Assistent "ida". Er hilft bei Fragen rund um die Verwaltung.
Heute Politik
10.08.2026, 05:15
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Sie haben Fragen zur Registrierung der ID Austria, zu eAusweisen, zur digitalen Signatur, Wohnsitzangelegenheiten oder anderen Verwaltungsleistungen? Dafür gibt es ab heute ein neues Tool.

Erste KI-Assistenz

Unter dem Namen "ida" – kurz für "intelligente digitale Assistenz" – ist ab sofort ein KI-basierter Chatbot auf oesterreich.gv.at, id-austria.gv.at sowie in der "ID Austria"-App verfügbar. Österreich setzt damit einen weiteren Schritt bei der KI-gestützten Modernisierung der Verwaltung. Das Ziel: öffentliche Services einfacher, zugänglicher und serviceorientierter zu gestalten.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Natürliche Sprache

"ida" ermöglicht es, Fragen zu digitalen Verwaltungsangeboten frei zu formulieren und in natürlicher Sprache zu stellen. Die Antworten gibt es rund um die Uhr in Alltagssprache, verspricht der für Digitalisierung zuständige Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP). Die Informationen – auch komplexe – werden allgemein verständlich aufbereitet. So soll der Suchaufwand reduziert werden und die Bürger direkt zu den passenden offiziellen Inhalten geführt werden. Dadurch sollen Zugangshürden gesenkt und häufig wiederkehrende Anliegen einfacher beantwortet werden.

Rund um die Uhr verfügbar

"Mit ,ida' bekommt jede Bürgerin und jeder Bürger einen digitalen Assistenten vom Staat – rund um die Uhr, in einfacher Sprache, und vollständig in Österreich betrieben. Das ist Digitalisierung, die Nutzen bringt und das Leben vereinfacht", sagt Pröll. "Auf oesterreich.gv.at und id-austria.gv.at stehen umfassende Informationen für unterschiedliche Lebenslagen und Verwaltungsthemen zur Verfügung. Wer eine konkrete Frage hat, muss sich künftig nicht mehr selbst durch eine Vielzahl von Seiten arbeiten: Mit ,ida' kann die Frage einfach so gestellt werden, wie man sie auch im Alltag formulieren würde."

Kein Zugriff auf persönliche Konten

"ida" ist ein Informations- und Orientierungsangebot. Die KI-Assistenz beantwortet allgemeine Fragen auf Basis der veröffentlichten Inhalte von oesterreich.gv.at und id-austria.gv.at und zeigt die verwendeten Quellen transparent an. Sie hat jedoch keinen Zugriff auf persönliche Konten, Register, Akten oder laufende Verfahren, wird betont.

Datenschutz

"ida" kann auch keine Anträge einbringen, Daten ändern, Bescheide erlassen oder rechtsverbindliche Auskünfte erteilen. Bei persönlichen, rechtlich komplexen oder verfahrensbezogenen Anliegen bleiben die Originalquellen und die zuständige Behörde maßgeblich. Persönliche, telefonische und digitale Beratungsangebote werden durch "ida" ergänzt, aber nicht ersetzt.

Testphase

Durch mehrwöchige Fachtests mit mehr als 4.600 Testanfragen sei die Antwortqualität von "ida" vor dem Start umfassend geprüft und laufend fachlich sowie technisch optimiert worden. Damit seien Genauigkeit und Verlässlichkeit der Antworten bestmöglich erhöht worden.

Transparenz

Seit 2. August gelten EU-weite Transparenzpflichten des AI Act. Das heißt: Wer mit KI interagiert, soll das auf den ersten Blick erkennen. Dementsprechend ist "ida" als KI-Anwendung gekennzeichnet. "ida" erstellt keine Nutzerprofile und verwendet Eingaben nicht zum Training von KI-Modellen. Die bereinigten Chatverläufe werden ausschließlich zur Qualitätssicherung und zur Bearbeitung von Auskunftsbegehren für höchstens 90 Tage gespeichert und anschließend gelöscht. Tracking und Profiling finden nicht statt.

Nächster Schritt: persönlicher "Public AI Agent"

Für den Staatssekretär ist der nächste Entwicklungsschritt klar: "ida" soll Bürgerinnen und Bürger künftig nicht nur informieren, sondern sie personalisiert durch digitale Amtswege führen. Anbringen und Anträge werden künftig auch über Chatbots eingebracht werden können, sofern die zuständige Behörde diese technische Möglichkeit anbietet. "Unser Ziel ist, dass jede Nutzerin und jeder Nutzer der ID Austria künftig einen persönlichen Public AI Agenten zur Seite hat, der sicher durch digitale Verwaltungsservices führt. Die Entscheidung und Kontrolle bleiben dabei immer beim Menschen", sagt Pröll.

{title && {title} } pol, {title && {title} } Akt. 10.08.2026, 05:39, 10.08.2026, 05:15