Einfacher unterschreiben

ID Austria bekommt eine brandneue digitale Funktion

Die ID Austria wird in eine neue Plattform eingebunden. Das soll digitale Unterschriften einfacher und sicherer machen.
Digital  Heute
16.07.2026, 18:48
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die ID Austria soll künftig noch stärker im digitalen Alltag zum Einsatz kommen. Österreichs Vertrauensdiensteanbieter A-Trust und das Salzburger Unternehmen sproof haben eine Integration der staatlichen digitalen Identität in den sogenannten eID-Hub von sproof gestartet. Damit soll es einfacher werden, digitale Dokumente rechtssicher zu unterschreiben und Identitäten online zu überprüfen. Besonders Unternehmen aus Bereichen wie Banken, Rechtsberatung, Energie oder Verwaltung sollen von der Verbindung profitieren.

Viele Verträge, Anträge und Geschäftsprozesse laufen inzwischen online ab. Trotzdem ist die sichere Identifizierung von Personen und die rechtsgültige Unterschrift eine Herausforderung. Hier setzt die Zusammenarbeit an. Der eID-Hub von sproof verbindet elektronische Identitäten mit digitalen Signaturprozessen. Durch die Einbindung der ID Austria können Nutzerinnen und Nutzer ihre digitale Identität künftig auch innerhalb dieser Plattform verwenden. Nach Angaben der Unternehmen soll ein zusätzlicher Zwischenschritt bei der Identitätsprüfung wegfallen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Mehr als fünf Millionen Nutzer im Blick

Die Bestätigung der Identität erfolgt direkt innerhalb des digitalen Prozesses. Markus Vesely, CEO von A-Trust, erklärt: "Der eID-Hub von sproof kombiniert die Power einer Signaturplattform mit den gängigen nationalen eIDs. Durch deren tiefe technische Integration gibt es keine Medienbrüche und die Identitätsprüfung erfolgt in Echtzeit direkt innerhalb der Plattform. Nun kann die ID Austria auch im Rahmen dieser Lösung unkompliziert als Basis für rechtssichere grenzüberschreitende digitale Geschäftsprozesse genutzt werden."

Die ID Austria zählt mittlerweile mehr als fünf Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Durch die Integration soll diese Reichweite auch für digitale Signaturprozesse genutzt werden. Für Unternehmen könnte das vor allem bei digitalen Vertragsabschlüssen und Kundenprozessen interessant sein. Statt verschiedene Systeme miteinander zu verbinden, sollen Identitätsprüfung und elektronische Unterschrift stärker zusammengeführt werden.

Fokus auf europäische Datenhoheit

Clemens Brunner, CEO und Co-Founder von sproof, sagt: "Durch die offizielle Integrationspartnerschaft mit A-Trust reduzieren wir die Komplexität für die Endkund:innen. Es geht darum, staatlich geprüfte Identitäten so einfach nutzbar zu machen, dass die digitale Unterschrift zum Standard wird. Gemeinsam beweisen wir, dass technologische Exzellenz und europäische Werte kein Widerspruch sind, sondern ein Wettbewerbsvorteil." Ein wichtiger Punkt der Zusammenarbeit ist der Umgang mit Daten.

Beide Unternehmen betonen, dass die Verarbeitung innerhalb europäischer Strukturen erfolgen soll. A-Trust verarbeitet die Daten nach eigenen Angaben in einem österreichischen Hochsicherheitsrechenzentrum und setzt auf strenge Datenschutzvorgaben. Eine Auswertung für Marketingzwecke soll nicht stattfinden. Auch sproof verweist auf ein vollständig in Europa verankertes Cloud-Hosting. Damit wollen die Unternehmen vor allem Branchen ansprechen, für die Datenschutz und rechtliche Sicherheit besonders wichtig sind.

Alternative zu internationalen Anbietern

Die Kooperation wird auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Diskussion über digitale Unabhängigkeit Europas gesehen. Viele Unternehmen suchen nach Lösungen, bei denen Datenverarbeitung und technische Infrastruktur innerhalb der europäischen Rechtsordnung bleiben. Mit der Verbindung von A-Trust und sproof entsteht eine vollständig europäische Lösung für digitale Identitäten und Signaturen. Die Unternehmen sehen darin eine Möglichkeit, sich von Angeboten internationaler Anbieter abzugrenzen.

A-Trust bringt dabei seine Erfahrung als qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter ein. Das Unternehmen entwickelt seit mehr als 25 Jahren Lösungen rund um digitale Zertifikate und elektronische Signaturen. sproof wiederum konzentriert sich auf digitale Signaturabläufe und Identitätsprüfungen. Die Plattform soll Unternehmen ermöglichen, Vertrags- und Onboarding-Prozesse vollständig digital abzuwickeln. Die Bedeutung sicherer digitaler Identitäten dürfte in den kommenden Jahren weiter steigen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 16.07.2026, 18:48