Keine Knallerei

"Bellen gegen Böllern" – Demo für Böllerverbot

Mit lautem Gebell statt lauten Raketen machten am Mittwoch dutzende Vierbeiner in der Wiener Innenstadt auf sich aufmerksam.
Wien Heute
11.02.2026, 14:49
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Unter dem Motto "Bellen gegen Böllern" zogen am Mittwoch Demonstranten gemeinsam mit über 20 Hunden vom Heldenplatz bis vor das Parlament – mit einer klaren Botschaft: Böllerverbot jetzt!

Organisiert wurde die Aktion von der gemeinnützigen Organisation #aufstehn. Hintergrund ist eine Petition für ein österreichweites Verbot privater Feuerwerke und Böller, die bereits von mehr als 150.000 Menschen unterstützt wird. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sieht bisher jedoch keinen Handlungsbedarf.

Tiere leiden unter Knallerei

Auf den Plakaten prangten durchgestrichene Raketen und Slogans wie "Böllerverbot JETZT!". Ziel der Aktion: Tieren eine Stimme geben. "Neben Mensch und Umwelt leiden besonders Tiere unter der Silvester-Knallerei. Mit der Aktion möchten wir ihnen eine Stimme geben", erklärt Fatima Jost von #aufstehn.

Unterstützt wurde die Demonstration auch vom ehemaligen Gesundheitsminister Rudi Anschober, der mit seinem Hund "Junior" teilnahm. Bereits seit drei Jahren fordert #aufstehn ein Verbot privater Feuerwerke ab Kategorie F2 – darunter fallen etwa Fontänen, Raketen oder Batteriefeuerwerke.

Raketen-Verbot ab Kategorie 2

Jahr für Jahr kommt es rund um Silvester zu Schwerverletzten, Bränden und sogar Todesfällen. Für Rettung und Feuerwehr ist die Silvesternacht die arbeitsintensivste des Jahres. Am Neujahrstag türmen sich Müllberge in Parks und auf Straßen. Jost richtet daher einen klaren Appell an den Innenminister: "Gerhard Karner muss endlich eine bundesweite Lösung umsetzen – die massiven Schäden und unzähligen Verletzten jedes Jahr sprechen für sich."

Kritiker sehen darin auch eine massive Belastung für Mensch, Tier und Umwelt – dennoch ist das private Abschießen von Feuerwerkskörpern weiterhin erlaubt. Laut #aufstehn sei ein Großteil der österreichischen Bevölkerung mittlerweile für ein Verbot. Gefordert wird ein ortunabhängiges, bundesweites Feuerwerksverbot ab Kategorie F2.

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