Fußfessel statt Häf’n

Benkos Leben in Freiheit – Auto, Netflix sind erlaubt

Netflix schauen, im Netz surfen, mit dem Urus umherkurven! René Benko darf bald wieder viele Freiheiten genießen. "Heute" kennt Details.
14.10.2026, 20:20
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Vom Ziegelstadl auf die Couch! Für Milliarden-Pleitier René Benko (49) beginnt nach fast 21 Monaten in der U-Haft schon bald ein neues Leben. Statt grauem Gefängnisalltag wartet auf den einstigen Immobilien-Tycoon nach dem Anlegen der Fußfessel eine eigens angemietete 60-Quadratmeter-Wohnung in Innsbruck – und zahlreiche Freiheiten, die er in Haft schmerzlich missen musste.

Bereits Donnerstag, spätestens Freitag könnte Benko in die besagte Bleibe gebracht werden. Wie "Heute" erfuhr, darf sich der gefallene Signa-Gründer in seinen eigenen vier Wänden dann abseits eines strengen Stundenplans durchaus genussvoll die Zeit vertreiben: Netflix schauen, im Internet surfen oder gemütlich fernsehen – alles erlaubt! Auch Besuche von Ehefrau und Kindern sind abseits der Studierzeiten möglich. Zweimal pro Woche sind Einkaufstouren erlaubt – sollte es mit der Justizanstalt so abgesprochen sein, dürfte Benko das durchaus im schwarz-matten Lamborghini Urus erledigen, der seinem Umfeld zugänglich sein soll.

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Sonntag darf Benko drei Stunden spazieren

Frischluft darf der 49-Jährige in Zukunft in Form von Spaziergängen zur Genüge schnappen: Unter der Woche täglich eine Stunde, am Samstag sogar zwei, am Sonntag ganze drei Stunden.

Ganz ohne Einschränkungen geht es aber freilich nicht: Mit bestimmten Personen aus dem Umfeld der Signa-Gruppe und der Ingbe-Privatstiftung darf Benko keinen Kontakt aufnehmen. Zudem sind Kontrollen durch das Personal der Justizanstalt Innsbruck jederzeit möglich. Und, was laut Benko-Kennern wohl am meisten Stimmung drücken dürfte: Alkohol ist absolut tabu.

Alle Bewegungen – ob mit Öffis oder Auto – sind durch das sogenannte Aufsichtsprofil genau geregelt. Aber: Einen Job, wie die meisten der rund 450 Fußfessel-Träger in Österreich benötigen, braucht Benko als einer der wenigen U-Häftlinge im elektronisch überwachten Hausarrest nicht. Das ausgiebige Aktenstudium zur Vorbereitung seiner Prozesse reicht laut seinem Anwalt Norbert Wess als Beschäftigung aus.

An andere Front konnte Benko zuletzt auch einen großen Erfolg verbuchen: Wie der "Kurier" berichtet, wollte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) das Verfahren um 180-Millionen-Euro-Rückforderungen des Saudi-Staatsfonds PIF an deutsche Behörden in München abtreten – Benko soll dagegen protestiert haben. Nun schob die Oberstaatsanwaltschaft Wien dem einen Riegel vor. Das Verfahren bleibt in Wien.

Schon am 4. und 5. November muss sich Benko in Innsbruck erneut wegen Vorwürfen des schweren Betrugs und der betrügerischen Krida vor Gericht verantworten. Es gilt die Unschuldsvermutung.

ct, Akt. 14.10.2026, 20:40, 14.10.2026, 20:20
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