Nach dem tödlichen Anschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin rückt nun auch Österreich in den Fokus der Ermittlungen. Wie Salzburg24 berichtet, soll der mutmaßliche Attentäter Verbindungen nach Salzburg gehabt haben.
Der 21-jährige deutsche Staatsbürger war laut deutschen Ermittlern bereits seit längerer Zeit als islamistischer Gefährder bekannt. Am Samstagabend soll er mit einem Kleintransporter gezielt in eine Menschenmenge gefahren sein. Danach griff er laut Ermittlern mehrere Personen mit einer Machete an.
Eine Frau kam ums Leben, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Der Verdächtige wurde einen Tag später bei einem Polizeieinsatz erschossen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf einen islamistisch motivierten Terroranschlag.
Nun beschäftigt die Ermittler auch eine mögliche Österreich-Verbindung. Laut der deutschen Nachrichtenagentur dpa soll der Mann Kontakte nach Salzburg gehabt haben. In einem Gerichtsurteil ist die Rede davon, dass Abdul B. von Mitte 2023 bis zum Sommer 2024 nach islamischem Recht mit einer Frau aus Salzburg verheiratet gewesen sein soll.
Der Fall sorgt auch deshalb für Diskussionen, weil der Verdächtige den Behörden bereits bekannt gewesen sein soll. Medienberichten zufolge war er mehrfach straffällig geworden und wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt worden. Trotzdem befand er sich zuletzt auf freiem Fuß. Die Hintergründe werden nun intensiv aufgearbeitet.