Ein grausames Verbrechen erschüttert Kolumbien. Die 21-jährige Maria P., die im achten Monat schwanger war, wurde tot aufgefunden. Ihr Leichnam trieb mehrere Tage nach ihrem Verschwinden in einem Fluss. Das ungeborene Kind war aus ihrem Bauch geschnitten worden.
Die junge Frau war am 16. Juli zuletzt lebend gesehen worden. Überwachungskameras zeigen sie gemeinsam mit einer bislang unbekannten Frau auf einem Motorrad. Danach verlor sich ihre Spur. Vier Tage später wurde ihr an Händen und Füßen gefesselter Körper mit mehreren Stichverletzungen im Rio Melendez entdeckt.
Nach der Tat lobten die Behörden eine Belohnung von 200 Millionen kolumbianischen Pesos - umgerechnet rund 55.000 Euro - für Hinweise auf die Täter aus.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht inzwischen die Frau, die mit Maria P. auf dem Motorrad unterwegs gewesen sein soll. Ihr Ex-Freund erklärte, seine frühere Partnerin habe bereits zweimal eine Schwangerschaft vorgetäuscht und einmal behauptet, ein Kind verloren zu haben.
Ob die Verdächtige die 21-Jährige tötete, um an ihr Baby zu gelangen, ist bislang lediglich eine Hypothese der Ermittler. Die Frau wurde bereits verhört und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt.
Medienberichten zufolge machte sie widersprüchliche Angaben dazu, wo sie Maria P. zuletzt abgesetzt haben will. Ihr Ex-Freund erklärte zudem, die Beschuldigte sei in der Tatnacht nicht nach Hause gekommen.
Inzwischen wurde die 21-Jährige beerdigt. Nach Angaben ihrer Familie hatte sie ihrer Tochter bereits einen Namen gegeben. Das Mädchen sollte Alahia heißen und am 12. August zur Welt kommen.
"Alles war für diesen Tag vorbereitet, Maria freute sich so sehr auf ihr Baby. Sie war ein wundervoller Mensch, ein einfaches, fröhliches, hilfsbereites und sehr bescheidenes Mädchen", heißt es in einer Stellungnahme der Familie.
Ob das ungeborene Mädchen noch lebt und wo es sich befindet, ist nach wie vor unklar. Die Ermittlungen dauern an.