Auch eineinhalb Jahre nach seinem Abschied vom SK Rapid hat Robert Klauß seinen ehemaligen Verein nicht vergessen. Der 41-jährige Deutsche steht mittlerweile beim slowakischen Erstligisten Dunajska Streda an der Seitenlinie, verfolgt die Hütteldorfer aber weiterhin mit großer Begeisterung.
Von November 2023 bis April 2025 war Klauß Cheftrainer der Grün-Weißen. In insgesamt 67 Pflichtspielen holte er einen Punkteschnitt von 1,63. Obwohl seine Zeit in Wien vorzeitig endete, blickt der Deutsche gerne auf sein Engagement zurück.
"Nürnberg und Rapid waren zwei wirklich tolle und lehrreiche Stationen. Den Club behalte ich immer im Herzen, und mit Rapid fühle ich mich weiterhin so verbunden, dass ich die Heimspiele als Fan besuche", verriet Klauß im Interview mit "Transfermarkt".
Auch persönlich habe er sich seit seinen früheren Trainerstationen weiterentwickelt. "Viele Prioritäten haben sich verschoben. Ich bin schärfer und klarer in der Kommunikation geworden. Früher habe ich zu viel durchgehen lassen, gleichzeitig war ich wenig empathisch und entspannt", erklärte der 41-Jährige.
Sportlich läuft es für den ehemaligen Rapid-Coach in der Slowakei derzeit hervorragend. Mit Dunajska Streda ist Klauß nach zwölf Spielen noch ungeschlagen und führt die Tabelle an.
Der Wechsel in die Slowakei war für ihn eine bewusste Entscheidung. "Ich hatte zwei Möglichkeiten: Entweder gehe ich zu einem Klub in einer größeren Liga und spiele um den Klassenerhalt. Oder ich gehe in eine etwas kleinere Liga und spiele um den Titel", schilderte Klauß.
Geprägt wurde der Deutsche auch von zwei prominenten Trainern. Während seiner Zeit bei RB Leipzig arbeitete er unter anderem mit ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann zusammen.
"Von Julian habe ich gelernt, mutig zu sein, auch mal untypische Entscheidungen zu treffen. Von Ralf habe ich gelernt: Man muss als Cheftrainer nicht alles wissen – aber man muss wissen, wo man das entsprechende Wissen herbekommen könnte", erklärte der ehemalige Rapid-Trainer.