Großer Kostendruck

"Betriebe agieren am Limit" – Wirte-Chef schlägt Alarm

"Vom Fachkräftemangel bis zu den Energiekosten agieren viele unserer Betriebe am Limit", so Pulker, Spartenobmann der WKNÖ.
Niederösterreich Heute
02.09.2026, 21:30
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"Weitgehend von einer stabilen Entwicklung geprägt", stelle sich die Lage in der niederösterreichischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft dar, heißt es in einer Aussendung der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Sowohl bei den Gesamtumsätzen wie auch bei der Auftragslage und der Kapazitätsauslastung gehen die Unternehmen gemäß dem aktuellen WKNÖ-Wirtschaftsbarometer zu rund 80 Prozent von einer gleichbleibenden Geschäftssituation in den nächsten zwölf Monaten aus.

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"Trotzdem müssen wir alles tun"

"Das ist angesichts der schwächelnden Konjunktur nicht schlecht. Trotzdem müssen wir alles tun, um endlich wieder in eine echte Aufschwungphase zu kommen", kommentiert Mario Pulker, der Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), die aktuellen Umfrageergebnisse.

Kritisiert wird aber, dass der Kostendruck das Unternehmerleben für Niederösterreichs Tourismus und Freizeitwirtschaft immer schwieriger mache. "Vom Fachkräftemangel bis zu den Energiekosten agieren viele unserer Betriebe am Limit", so Pulker.

Geändertes Verhalten der Gäste

Als besonders belastend für ihre Kostendeckung werden von den Unternehmen die Lohnkosten (96,6 %), hohe Energie- und Treibstoffkosten (93,5 %) sowie hohe Kosten für Materialien und Vorleistungen (85,4 %), also etwa Lebensmittelkosten in der Gastronomie, gesehen. "Dazu kommt noch ein geändertes Verhalten unserer Gäste, die auch verstärkt sparen und weniger ausgeben", so Pulker.

Zur Stärkung ihrer Situation wünschen sich die Unternehmen insbesondere eine Senkung der Lohnnebenkosten und Entlastungen bei der Bürokratie. "Die Zeit immer neuer Belastungen muss endgültig vorbei sein", so Pulker. "Das gilt für Abgaben und Steuern ebenso wie für eine immer weiter überbordende Zettelwirtschaft - auch, wenn sie digital abgewickelt wird."

In Niederösterreichs Tourismus und Freizeitwirtschaft sind aktuell rund 12.800 Betriebe mit knapp 49.000 Beschäftigten aktiv. Rund 870 junge Menschen erhalten hier als Lehrlinge eine bestens qualifizierte Ausbildung.

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