Mehr Hitze, weniger Leistung

Hitze kostet Österreichs Wirtschaft Milliarden

Steigende Temperaturen setzen auch Österreichs Wirtschaft zu: Milliardenverluste drohen, Anpassungen werden für viele Branchen zur Notwendigkeit.
Newsdesk Heute
06.08.2026, 13:37
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Der heimischen Wirtschaft drohen durch längere Hitzeperioden Milliardenverluste. Zum einen, weil in Anpassungsmaßnahmen und Hitzeschutz investiert werden muss - zum anderen, weil die Produktivität der Werktätigen unter Hitzewellen leidet.

"Wir werden lernen müssen, mit Hitze produktiv umzugehen", sagt IHS-Ökonom Klaus Weyerstraß auf der Homepage der WU. Wifo-Volkswirt Marcus Scheiblecker betont laut der Presse, dass sich für die heimische Volkswirtschaft große Nachteile ergeben.

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Notwendige Investitionen

Anpassungen an Hitzewellen werden für die Wirtschaft immer wichtiger. Flexiblere Arbeitszeiten, bessere Kühl- und Belüftungssysteme sowie genügend Schatten und Erholungsplätze sollen die Belastung durch die Hitze im Job verringern. Die Umstellung ist laut Scheiblecker aber zunächst mit hohen Kosten verbunden - außerdem können sich nicht alle Wirtschaftsbereiche gleich auf die neue Hitze-Lage einstellen.

Weniger Produktivität

Klar ist auch: Hitzewellen machen es für viele schwerer, die volle Leistung zu bringen – besonders bei körperlich anstrengenden Arbeiten im Freien. Hohe Temperaturen erschweren die Arbeit, die Konzentration leidet, die Produktivität sinkt. Das ist nicht nur einzelne Branchen der Fall, sondern zieht sich durch Lieferketten und Märkte - und trifft somit die gesamte Wirtschaft.

"Besonders betroffen sind Beschäftigte am Bau oder in der Landwirtschaft, die körperlich anstrengende Arbeiten häufig im Freien verrichten", so Weyerstraß. In diesen Bereichen gibt es spürbare Rückgänge bei der Produktion, die sich auch auf andere Sektoren auswirken.

Weniger direkt betroffen sind Angestellte in Büros. Dort ist die körperliche Belastung meist geringer, oft helfen Klimaanlagen oder andere Maßnahmen. "Aber auch hier zeigen sich Produktivitätsrückgänge – etwa durch schlechteren Schlaf oder nachlassende Konzentration an heißen Tagen."

Enorme Auswirkungen

Für Österreich zeigen Modellrechnungen, wie groß das Problem werden kann: Wie die Presse berichtet, könnte die Wirtschaftsleistung schon in wenigen Jahren deutlich zurückgehen. Bei stark steigenden Temperaturen könnte Österreichs Wirtschaftsleistung in den nächsten drei Jahren um rund sechs Milliarden Euro niedriger ausfallen als ohne zusätzliche Hitzebelastung.

"Diese Zahlen sind eher konservativ", betont dabei Weyerstraß - viele weitere Auswirkungen der Hitze, zum Beispiel auf die Gesundheit oder die Infrastruktur, seien darin noch gar nicht enthalten.

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