Gefälschte Ausweise, manipulierte Lohnzettel und falsche Sozialversicherungsdaten: Mit diesem Mix soll eine Bande mehrere Banken und Leasingfirmen getäuscht haben.
Seit Juli 2025 ermittelten Bedienstete der Polizeiinspektion Tulln gemeinsam mit Kollegen aus Krems und Langenzersdorf wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges. Die Beschuldigten sollen zwischen 23. Mai 2024 und 7. Oktober 2025 entsprechende Unterlagen vorgelegt und so vorgetäuscht haben, zahlungsfähige und auch zahlungswillige Vertragspartner zu sein.
So sollen sie sich einen Bankkredit, die Finanzierung von vier Fahrzeugen und zwei Mobiltelefone erschlichen haben. Die Straftaten wurden in Tulln, Seyring, Krems, Hartberg, Klagenfurt und Wien verübt. Der Gesamtschaden beträgt mehr als 161.000 Euro.
Als Hauptbeschuldigte wurde eine 28-jährige Kroatin ausgeforscht. Für Fahrzeug- und Vertragsanmeldungen wurde jedoch die Identität eines 34-jährigen kroatischen Staatsbürgers verwendet. All das gab die Polizei jetzt bekannt.
Am 25. September 2025 entdeckten Organe der Parkraumüberwachung in Wien 21. einen als gestohlen gemeldeten Pkw, der von Beamten der Polizeiinspektion Wien-Trillergasse sichergestellt wurde. Weitere Ermittlungen führten am 7. Oktober 2025 zu einem Pkw und einem Motorrad in einer Tiefgarage in Wien-Floridsdorf.
Kurz darauf nahmen Polizisten einen 38-jährigen Serben mit dem zuvor abgestellten Pkw wahr. Er wurde angehalten und aufgrund einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wien festgenommen. Bei einer von der Staatsanwaltschaft Wien angeordneten Hausdurchsuchung in Wien-Liesing wurde ein weiteres betrügerisch erlangtes Fahrzeug sichergestellt.
Der 38-Jährige war teilgeständig und wurde am 8. Oktober 2025 über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert. Die 28-jährige Hauptbeschuldigte und ein 35-jähriger serbischer Beschuldigter waren nicht geständig und wurden der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt. Die Fahrzeuge wurden an die Geschädigten ausgefolgt.