Zehntausende stürmten Grenze

"Betrug" – Migranten nach Spanien-Ansturm unzufrieden

Es war ein Mega-Ansturm auf eine Außengrenze Europas: Zehntausende Migranten flohen nach Ceuta. Viele kehren nun enttäuscht zurück.
Newsdesk Heute
01.08.2026, 10:00
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Es waren Bilder, die um die Welt gingen: Am Donnerstag und Freitagmorgen stürmten zahlreiche Migranten die Grenze zu Ceuta. Sie gelangten auf dem See- und Landweg in die spanische Exklave, die neben Marokko liegt. Viele Menschen starben bei dem Versuch.

Die örtlichen Behörden waren angesichts der Menschenmassen – manche Quellen sprachen von rund 60.000, andere von knapp 50.000 Personen – überfordert. Schlussendlich hatte sich Madrid sogar dazu entschieden, die Armee zu entsenden. So wollte man die Lage in der 83.000-Einwohner-Exklave beruhigen.

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Grund für den Ansturm dürfte ein Urteil des Obersten Gerichtshofs gewesen sein. Dieses besagt, dass illegale Flüchtlinge nur sofort zurückgewiesen werden dürfen, wenn sie eine sichtbare Grenzbarriere – wie einen Zaun – überwinden. Heißt: Auf dem Seeweg droht keine unmittelbare Zurückweisung.

Chaotische Nacht

Mit der Zeit machte sich bei den Geflüchteten allerdings Ernüchterung breit, wie spanische Medien berichten. Aufgrund von Platzmangel standen nicht ausreichend Quartiere zur Verfügung. Migranten irrten ziellos umher, viele von ihnen verbrachten die Nacht auf der Straße. Dies führte auch bei den Bewohnern zu Angst. Sie verbarrikadierten sich in ihren Häusern, da sie Ausschreitungen befürchteten, Geschäfte blieben geschlossen. In der Lokalpresse war von nächtlichen Raubüberfällen die Rede, eine offizielle Bestätigung dafür liegt laut "El Mundo" nicht vor.

Einige Geflüchtete hätten sich offenbar mehr Hilfe von Spanien erwartet. So soll der spanischen Zeitung zufolge ein 13-Jähriger einen Reporter gefragt haben, wann die Sozialdienste ihnen endlich etwas zu essen und zu trinken geben würden. In sein Heimatland möchte der Bursch jedoch nicht mehr zurück. "Ich möchte Spanier sein wie du. In meinem Land gibt es nur Hunger", wird der 13-Jährige von "El Mundo" zitiert.

"Niemand hat uns geholfen"

Laut aktuellen Zahlen des spanischen Innenministeriums sollen inzwischen 48.300 Migranten nach Marokko zurückgekehrt sein, berichtet "El País". Somit sollen sich derzeit nur noch 1.700 Geflüchtete in Ceuta aufhalten. Bei der Rückkehr seien viele enttäuscht gewesen. So auch ein 18-Jähriger.

Gegenüber der Zeitung meinte er, dass ihnen niemand in Spanien geholfen hätte. Demnach habe man ihnen eine Unterkunft und ein Visum für die Weiterreise nach Algeciras – also aufs spanische Festland –versprochen. Sein Fazit: "Alles gelogen." Diese Meinung dürften laut "El Mundo" mehrere Migranten gewesen sein. "Das war's, das war alles nur Betrug", sollen sie gesagt haben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 01.08.2026, 10:00