Die Reise ist gebucht, die Vorfreude groß. Dann landet eine Mail im Postfach – angeblich von der Unterkunft: Buchungsdaten bestätigen, Kreditkarte angeben oder noch schnell eine Vorauszahlung leisten. Sonst werde die Reservierung storniert.
Das Gemeine daran: In den Nachrichten stehen laut Arbeiterkammer oft die richtigen persönlichen Daten und Reisedaten. Auch die verlinkten Webseiten können täuschend echt aussehen. Tatsächlich stammen die Mails von Kriminellen, die zuvor an Kundendaten gelangt sind.
Mit einer kurzen Frist und der drohenden Stornierung setzen die Betrüger ihre Opfer unter Druck. Wer über den Link bezahlt, überweist das Geld womöglich direkt an die Kriminellen.
Manche Betroffene versuchten die Zahlung sogar mehrmals, weil sie scheinbar nicht funktionierte – und verloren dadurch ein Vielfaches des Betrags. Die AK warnt zudem, dass schon ein externer Link in der Mail Schadsoftware auf Handy oder Computer bringen kann.
Die wichtigste Regel: Keine Buchungs- oder Zahlungsdaten über einen Link aus einer solchen Mail eingeben. Wird plötzlich eine andere Zahlungsart verlangt, direkt bei der Unterkunft oder Booking.com nachfragen – über Kontaktdaten, die du selbst aufrufst.
Wer seine Kreditkartendaten bereits eingegeben hat, sollte die Karte sperren lassen. Ist Geld weg, rät die AK: sofort die Bank kontaktieren, weitere Zahlungen stoppen, eine Rückbuchung versuchen, Beweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.