Dose auf, wach werden? Die Arbeiterkammer OÖ hat zwölf Energydrinks aus dem Handel im Labor untersuchen lassen. Gesucht wurde Bisphenol A, kurz BPA – ein Stoff, der aus der Beschichtung von Dosen ins Getränk gelangen kann. In keiner der Proben war er nachweisbar.
Das Ergebnis überrascht: Bei einem Test des deutschen "ÖKO-TEST" im vergangenen Jahr wurde BPA noch in 20 von 22 Energydrinks gefunden. Für die AK zeigt die aktuelle Untersuchung, dass Getränkedosen und Verpackungen ohne BPA möglich sind.
Warum sie überhaupt danach gesucht hat? BPA gilt als hormonell wirksam und fortpflanzungsgefährdend. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit sieht auch bei der Aufnahme über Lebensmittel ein Gesundheitsrisiko und verweist unter anderem auf mögliche Auswirkungen auf das Immunsystem.
Die nächste Warnung steckt allerdings direkt im Drink: Eine der getesteten Dosen beziehungsweise Flaschen enthielt 181,5 Milligramm Koffein. Das liegt nahe an der Maximaleinzeldosis von 200 Milligramm. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann der Konsum laut AK Schlaf und Konzentration beeinträchtigen.
Auch beim Zucker kommt einiges zusammen: Drei Dosen oder Flaschen der getesteten Energydrinks können bereits 65 Gramm enthalten. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, täglich höchstens 50 Gramm freien Zucker aufzunehmen. Der BPA-Test fällt also erfreulich aus – ein Freibrief fürs nächste Energy-Triple ist er nicht.
Den ganzen Test der AK gibt es hier.