Der Wagen klappert, das Pickerl ist fällig – und schon stellt sich die Frage: Was wird der Werkstattbesuch diesmal kosten? Die Antwort hängt ziemlich davon ab, wo man vorfährt. Das zeigt eine aktuelle Erhebung der Arbeiterkammer Oberösterreich.
Für eine Mechanikerstunde verlangen die untersuchten Werkstätten im Schnitt 139 Euro. Doch dieser Durchschnitt verdeckt eine gewaltige Spanne: Beim günstigsten Anbieter kostet die Stunde 50 Euro, beim teuersten 225,90 Euro.
Auch bei Karosseriearbeiten kann es teuer werden. Eine Spenglerstunde kostet durchschnittlich 205 Euro, eine Lackiererstunde 211 Euro. Die erhobenen Preise reichen hier jeweils von 75 bis 297 Euro pro Stunde. Gegenüber 2025 sind die Stundensätze um rund vier Prozent gestiegen.
Wer nur die Pickerl-Überprüfung braucht, ist vor Preisunterschieden ebenfalls nicht sicher. Im Schnitt werden dafür 73 Euro fällig. Die günstigste untersuchte Werkstatt verlangt 48 Euro, die teuerste 101,52 Euro. Bei einer Werkstatt zahlen Fahrer von Dieselautos sogar mehr als jene von Benzinern.
Für Mitglieder gibt es das Pickerl bei den Autofahrerklubs günstiger: Der ÖAMTC verlangt in Oberösterreich 60,30 Euro inklusive Plakette, der ARBÖ 72,20 Euro. Wer beim ARBÖ eine Reparatur durchführen lässt, zahlt für die erste Mechanikerstunde 96,30 Euro – die erste Viertelstunde ist dabei gratis. Danach kostet jede weitere Stunde 128,40 Euro.
Besonders tückisch: Auch die Suche nach einem Defekt ist grundsätzlich nicht kostenlos. Die AK rät deshalb, vorab eine Preisobergrenze festzulegen – am besten schriftlich per Mail. Wird sie erreicht, soll die Werkstatt erst nach Rücksprache weitersuchen.
Vor der Auftragserteilung empfiehlt die AK außerdem einen schriftlichen Kostenvoranschlag. Der ist grundsätzlich gratis, sofern die Werkstatt nicht vorher auf Kosten dafür hinweist. Nach der Reparatur sollte man sich erklären lassen, was gemacht wurde, und Fragen zur Rechnung gleich bei der Übernahme klären.
Den ganzen Vergleich gibt es hier.