Die Volksschule St. Nikola steht vor einer großen Veränderung: Ab Oktober soll sie nur noch einklassig geführt werden. Der Grund dafür ist unter anderem, dass mehrere Kinder aus Asylquartieren die Gemeinde verlassen haben. Die betroffenen Eltern wurden bereits schriftlich über diese Änderung informiert.
Wie der ORF berichtet, wären laut Bildungsdirektion mindestens 26 Schülerinnen und Schüler notwendig, damit zwei Klassen weiterbestehen können. Diese Zahl wird aber nicht mehr erreicht. Das bedeutet, dass in Zukunft zwei Pädagoginnen alle vier Schulstufen gemeinsam unterrichten müssten.
Ein erfahrener Lehrer verlässt die Schule Ende September. Zwei Lehrerinnen haben schon angekündigt, sich danach um eine Versetzung zu bemühen. Sie sehen unter diesen Umständen keine Möglichkeit mehr, die gewohnte Unterrichtsqualität zu halten. Für die Erhaltung der Schule ist die Gemeinde zuständig.
Laut Bildungsdirektion Oberösterreich liegt die Entscheidung, ob die Schule mit einer Klasse weitergeführt wird, beim Bürgermeister. Bürgermeister Engelbert Freudenschuß (ÖVP) war für eine Stellungnahme gegenüber dem ORF Oberösterreich nicht erreichbar.
In einem Onlinebericht der "BezirksRundSchau" lässt er aber durchblicken, dass er kaum noch eine Zukunft für den Schulstandort sieht.
Eine Schließung könnte in den nächsten Monaten beschlossen werden. Die Kinder würden dann wahrscheinlich in Grein oder Waldhausen zur Schule gehen.