Justiz ermittelt in NÖ

50.000 € Spenden abgestaubt: Krimi um schwerkranken Bub

Übler Verdacht gegen einen Vereinsobmann aus dem Raum Wr. Neustadt (NÖ): Er soll Spenden für einen Kranken behalten haben. Die Familie ist entsetzt.
Christian Tomsits
21.07.2026, 05:30
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Bruno (9) aus Wr. Neustadt (NÖ) ist ein echter Kämpfer, wird durch eine angeborene Muskelkrankheit aber schwächer und schwächer. Während seine Zwillingsschwester Lili kerngesund ist, kann der kleine Fußballfan Bruder keine 20 Minuten draußen spielen, ohne eine Pause zu brauchen.

Bruno braucht 4 Millionen Euro

Nur eine kostspielige Gentherapie in den USA gab der Familie trotz der niederschmetternden Diagnose "Duchenne-Muskeldystrophie" Hoffnung – allerdings werden dafür rund 4 Millionen Euro nötig. Brunos Eltern sammeln seit Jahren Geld, um ihrem Sohn die Therapie zu schenken, doch nun setzte es einen schweren Rückschlag.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Von den rund 50.000 Euro, die ein Verein aus Wr. Neustadt zwischen Anfang 2025 und Juni 2026 gesammelt haben soll, fehlt jede Spur. Der Vereinsobmann – er tritt mit wechselnden Namen und Kostümen im Internet auf – zahlte den Eltern davon keinen Cent aus und soll plötzlich Bedingungen gestellt haben.

Obwohl die Familie bereits eine Therapie-Zusage für Anfang 2027 hatte und das Geld dringend brauchte, wurde sie auf später vertröstet. Schließlich erstatteten sie Anzeige – es besteht der Verdacht auf schweren Betrug!

Die Justiz nahm sich der brisanten Causa rasch an, ermittelte auf Hochtouren. Laut "Heute"-Infos dürfte bereits in Kürze Anklage in der Spenden-Causa eingebracht werden. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Wie man sicher helfen kann

Wer Bruno unterstützen möchte, sollte dies lieber direkt über den Verein der Eltern "Gemeinsam für Bruno" tun: IBAN: AT60 2026 7021 0127 1183

"Menschen, die in dieser Zeit gespendet haben, werden von uns als Zeugen gebraucht", bitten die Eltern des kranken Buben einmal mehr um finanzielle Unterstützung.

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