In Leoben (Steiermark) sind aktuell Betrüger unterwegs, die mit offiziell wirkenden Klemmbrett-Listen auf Supermarkt-Parkplätzen und in Geschäften Spenden ergaunern wollen.
Zwei Männer sprachen dabei gezielt Kundinnen und Kunden an und forderten sie mit Nachdruck zu einer Spende auf.
Die Täter gaben sich als stumm und taub aus, um kritischen Nachfragen zu entgehen. Laut einer betroffenen Leobenerin verließen sie das Geschäft fluchtartig, als Kunden versuchten, Fotos zu machen oder mit dem Supermarktpersonal zu sprechen.
Anschließend verschwanden sie in einem weißen Mercedes-Kastenwagen.
Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, rät die Polizei im Akutfall dringend dazu, sofort den Notruf 133 zu wählen, damit eine Streife rasch eingreifen kann. Ein Anruf bei der Polizeiinspektion könne zu Verzögerungen führen.
Die sogenannte Klemmbrett-Masche ist laut Polizei eine der häufigsten Methoden, um Spendenbetrug zu begehen. Kriminelle nutzen gefälschte Unterschriftenlisten und geben sich oft als Vertreter bekannter Organisationen aus, etwa von Handicap International. Häufig täuschen sie zudem eine Behinderung vor, um nicht hinterfragt zu werden.
Das erbeutete Geld landet direkt bei den Tätern und nicht bei den angegebenen Hilfsorganisationen oder Bedürftigen. Die Polizei betont, dass bei Verdacht auf Betrug sofort die Einsatzkräfte verständigt werden sollen.